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Metadatenübernahme & -bereitstellung

Der Nachweis von E-Books und Nationallizenzen im hbz-Verbund erfolgt über verschiedene Wege. Neben der manuellen Erfassung durch die einzelnen Verbundbibliotheken können Metadaten zu E-Book-Paketen in der Verbunddatenbank bereitgestellt und die entsprechenden Lokalsysteme mit Metadaten versorgt werden.

Kriterienkatalog
Für den Nachweis von E-Book-Paketen im hbz-Verbund hat die Kommission Verbundsystem Lokalsystem / Verbundsysteme "Empfehlungen für die Bereitstellung von Metadaten im Verbundkatalog und in den lokalen Bibliothekskatalogen" erstellt (im folgenden kurz "Kriterienkatalog" genannt).

Der Kriterienkatalog dient als Grundlage für den Umgang mit Metadaten zu E-Book-Paketen, die im Rahmen von Nationallizenzen, konsortial durch das hbz oder individuell durch einzelne Bibliotheken des hbz-Verbundes erworben wurden. Er legt fest mit welcher Priorität die jeweiligen Metadatenquellen im hbz zu behandeln sind, welche Kriterien bei deren maschineller Bearbeitung zugrunde gelegt werden und auf welche Weise die Metadaten je nach Einhaltung der Kriterien in die Verbunddatenbank eingespielt und Lokalnachweise geführt werden.

In den "Anforderungen der deutschsprachigen Verbundsysteme und der Deutschen Nationalbibliothek an Metadatenlieferungen zu E-Books und E-Book-Paketen" wird ein Kernset von Metadaten-Elementen in den Formaten MARC21 und ONIX definiert und Modalitäten zur Datenlieferung beschrieben.

Datenqualität und -modifikation
Für von den Verlagen gelieferte Daten gilt grundsätzlich, wie auch für die Dateneinspielungen zu Nationallizenzen, dass die Daten i.d.R. 1:1 übernommen werden. Soweit dies maschinell möglich ist, werden dabei in bestimmten Feldern die hbz-Standards generiert. Komplexe inhaltliche Datenmanipulationen sind nicht vorgesehen bzw. auch nicht möglich. Z.B. werden die Titeldaten von Springer im Format MARC21 geliefert, die Angaben sind nicht RAK-gemäß. Nachfolgend einige Beispiele:

  • Im MARC21-Format ist es nicht üblich, für mehrbändige Werke Überordnungen zu erfassen. Die hierarchische Struktur kann bei maschinellen Datenübernahmen nicht generiert werden.
  • Die Bände von Überordnungen tauchen als Zusatz zum Sachtitel auf.

Eine Verlinkung der elektronischen Ausgabe mit der Druckausgabe ist derzeit für Offline-Einspielungen technisch nicht realisierbar.

Die offline eingespielten Titeldaten sollen gemäß den Empfehlungen der Kommission für Verbundsystem / Lokalsysteme in der hbz-Verbunddatenbank von den Bibliotheken unverändert bleiben, eine manuelle Anreicherung oder "Verbesserung" der Daten soll vermieden werden, da diese Mehrarbeit durch ein Update der Daten oder ein späteres Eliminieren der Daten u.U. wieder verloren geht.

Nur ergänzte 900er-Felder und RVK-Notationen (Feld 700g), welche von den Anbietern nicht geliefert werden, blieben bei Updates erhalten, für Normdatenverknüpfungen in den 100er-/200er-Feldern wäre dies nicht möglich.

Auf keinen Fall dürfen Korrekturen an Feld 020_ (Identifizierer für Updates) oder Feld 078e (Selektionskennzeichen) vorgenommen werden.

Mehrbändige Werke dürfen auf keinen Fall in eine hierarchische Struktur umgearbeitet werden. Bei einer Umarbeitung in eine hierarchische Struktur wäre ein maschinelles Update generell problematisch.

Kontakt
Alina Ripagin
Tel.: 0221 / 400 75 - 182
E-Mail: ripagin@hbz-nrw.de

Verzeichnis
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