- Erstellt von Dr. Andres Quast, zuletzt aktualisiert von Carmen Sonntag am 31.01.2025 Lesedauer: 1 Minute(n)
Information
Herzlich willkommen im Service-Wiki rund um das Thema Langzeitverfügbarkeit!
Hier finden Sie Informationen zur Umsetzung der digitalen Langzeitverfügbarkeit mit dem LZV-System Rosetta.
Die Themen sind praxisnah aufbereitet und behandeln verschiedenste Fragestellungen, unte anderem "Wie wird ein Material Flow konfiguriert?", "Wie erstellt man eine Metadaten-Datei?" oder auch "Wie geht man mit Fehlermeldungen um?".
Unser Glossar bietet Ihnen hilfreiche Erklärungen zu vielen relevanten LZV-Begriffen.
In unserem internen Service-Bereich der Hochschulen laden wir unsere LZV-Kooperationspartner zur Dokumentation ihrer LZV-Umsetzung und zum gemeinsamen Wissensaustausch ein.
Der digitale Wandel - Herausforderung für die Hochschullandschaft
Der digitale Wandel stellt die Hochschullandschaft vor eine neue Herausforderung: Forschungs- und Wissensressourcen, die früher noch analog produziert wurden, entstehen inzwischen überwiegend als digitale Publikationen oder als Forschungsdaten. Diese digitalen Informationsquellen beinhalten nicht nur wichtige wissenschaftliche Erkenntnisse aus der Vergangenheit, sondern dienen auch als Grundlage für aktuelle und zukünftige Forschungsansätze.
Im Gegensatz zur analogen Welt ist die digitale Welt jedoch sehr schnelllebig und das digitale Erbe damit stark gefährdet. Bedeutende Risiken gehen zum Beispiel von veraltenden Computersystemen, Datenträgern und Dateiformaten aus. Dieses als „Obsoleszenz“ bezeichnete Phänomen tritt als Folge des fortwährenden Technologiewandels auf. Es verhindert, dass digitale Bestände in ihrer ursprünglichen Form langfristig technisch interpretierbar und damit verfügbar für die Zielgruppen bleiben.
Im wissenschaftlichen Umfeld hat dies oft gravierende Folgen für die Authentizität, Zitier- und Nachnutzbarkeit von Forschungsergebnissen. So ist die Reproduktion von nicht mehr verfügbaren wissenschaftlichen Publikationen und Forschungsdaten oft sehr aufwändig und kostspielig. Im schlimmsten Fall ist der durch Obsoleszenz verursachte Informationsverlust irreversibel. Langzeitverfügbarkeit verhindert diesen Informationsverlust.
Was ist digitale Langzeitverfügbarkeit? - Informationen für den LZV-Einstieg
Die digitale Langzeitverfügbarkeit setzt konzeptionelle und technische Maßnahmen um, damit Daten kontinuierlich les- und nutzbar erhalten werden. Es handelt sich um eine dauerhafte und zukunftsgerichtete Aufgabe, die den digitalen Wissenserhalt über technologischen Wandel hinweg ermöglicht. Sie sollte als Teilaufgabe des Datenmanagements verstanden werden und beginnt somit im Optimalfall bereits im Vorfeld der Datenentstehung bzw. während dieser. Daher erstreckt sich die digitale LZV auch über mehrere Systeme, in denen die betreffenden Daten kuratiert und erhalten werden, wie Repositorien und ein LZV-System. LZV-Systeme wie Rosetta sind als Werkzeuge zu verstehen, die den kontinuierlichen Prozess, die eigenen Daten langzeitverfügbar zu erhalten, softwareseitig ermöglichen.
Bei der Umsetzung digitaler Langzeitverfügbarkeit sind verschiedene Personenkreise bzw. Rollen beteiligt. Datenersteller*innen schultern gemeinsam mit Datenkurator*innen und Administrator*innen der hochschuleigenen Repositorien die LZV-Arbeit - im Falle einer Kooperation mit der Landesinitiative LZV.nrw arbeiten die Hochschulen zusammen mit den LZV.nrw-Mitarbeiter*innen. LZV.nrw berät die kooperierenden Hochschulen LZV-spezifisch und unterstützt sie technisch-administrativ bei der praktischen Umsetzung im zur Verfügung gestellten LZV-System. Die unterschiedlichen Beteiligten sollten daher über eine breite LZV-Wissensbasis verfügen und dieses Wissen fortlaufend aktualisieren. Es ist notwendig, sich - je nach Rolle - mit Fragen der Datenbeschaffenheit, also mit Dateiformaten, Metadaten, Datenpaketstrukturen, Objektaufbau und deren Ausprägung zu befassen, um ein Gesamtbild bezüglich der LZV-Eignung und -Relevanz der jeweiligen Daten und ihrer Erhaltung entwickeln zu können.
Auf den unten verlinkten Seiten können Sie sich, ergänzend zu diesem kurzen Einstieg, zur digitalen LZV informieren.
Anschließend bietet es sich an, in unserem Service-Wiki tiefer und anwendungsspezifischer in das Thema LZV und deren Umsetzung einzusteigen.
- lzv.nrw - Einführung in das Thema digitale Langzeitverfügbarkeit sowie Informationen zum Angebot der Landesinitiative LZV.nrw für die Universitäten und Hochschulen in Nordrhein-Westfalen
- Grundlagen der digitalen Langzeitarchivierung/Langzeitverfügbarkeit - NFDI4Culture-Handreichung
- Why digital preservation matters - Digital Preservation Handbook der University of Glasgow
- Archivierung vs. Langzeitverfügbarkeit - LZV Service-Wiki
- Empfehlungen zum LZV-Datenmanagement - Empfehlungen zu Dateiformaten und Metadaten im Kontext LZV
Gut zu wissen
Hier können Sie im LZV Service-Wiki suchen:
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