Die Gruppe Offene Infrastruktur publiziert auf verschiedenen Wegen Informationen über ihre Organisation und Tätigkeit. In der Liste der Kommunikationsmittel und -wege befinden sich folgende "Broadcasting"-Kanäle:
- Webauftritt: https://lobid.org mit Team- und Produktseite
- OI-"Produkt"seite auf hbz-Website: https://www.hbz-nrw.de/produkte/linked-open-data
- Twitter: https://twitter.com/lobidorg, https://twitter.com/skohubio, https://twitter.com/metafacture
- Mastodon
- lobid Blog: https://blog.lobid.org/
- Slides: https://slides.lobid.org
- Flyer: lobid-spezifisch plus Bestandteil des hbz-Flyers
- hbz Newsletter
- hbz-Jahresbericht
- AEP
- Zeitschriften-/Sammelbandartikel
- OER und Video-Tutorials, die im Rahmen von Workshops entstehen, siehe z.B. https://github.com/skohub-io/swib20-workshop
- Videoaufzeichnungen von Präsentationen, z.B. https://conf.tube/videos/watch/85a7d230-7e75-48fd-b399-d182ddece030
Zumeist stehen diese Kanäle nebeneinander und es gibt derzeit keine Möglichkeit, eine Suche über alle Materialien zu starten oder z.B. auf einfache Weise eine Produktseite anzubieten – z.B. zur NWBib –, auf der alle Blogposts, Videos, Präsentationsslides sowie Ansprechpartner und weitere an der Produkt-Maintenance beteiligte Personen angezeigt werden.
Grundlegender Ansatz
Das Projekt "Knowledge Graph" zielt darauf ab, eben dies und vieles mehr zu ermöglichen. Die Grundidee ist:
- Jede Publikation wird mit strukturierten Daten versehen, wobei die Urheheber*innen und das in der Publikation behandelte Produkt per Web-Identifier (URI) verlinkt werden und ferner die Art der Publikation (Slides, Video etc.), Datum der Veröffentlichung etc. angegeben wird. Die Metadaten können
- direkt in den Ressourcen HTML (bei HTML-Slides, Blogpost) eingebettet werden oder
- mit einer Eingabemaske für den Knowledge Graph erfasst werden.
- Diese strukturierten Daten, die u.a. Links zwischen den verschiedenen Dingen (Teammitgliedern, Publikationen, Produkten, Projekten) enthalten, werden in einen Index geladen.
- Auf Basis dieses Index, den Mensch – unter Nutzung des aktuellen Buzzwords – als "Knowledge Graph" bezeichnen kann, werden schließlich die Webseiten für Personen, Produkte, Projekte und Publikationslisten generiert.
Eine Voraussetzung für das Funktionieren dieses Ansatzes ist natürlich, dass möglichst viele Ressourcen auch öffentlich im Netz publiziert sind. Dies gilt z.B. für viele durch hbz-Mitarbeiter*innen erstellte Slidedecks nicht, weshalb es sinnvoll wäre, die Arbeit an einem bereits 2013 diskutierten Open-Access-Publikationsleitfaden des hbz wieder aufzunehmen.
Möglichkeiten der Nutzung
Neben der Generierung des Webauftritts auf Basis strukturierter Daten, bietet dieser Ansatz noch viele weitere Möglichkeiten sowie Anknüpfungspunkte, um bestimmte Kommunikationspraktiken zu überdenken und neu zu organisieren. Hier ein paar Beispiele:
- Visualisierung komplexer Produkt-/Projektstrukturen: Die Produkte und Projekte im Bereich Offene Infrastruktur sind eng miteinander verwoben aber auch mit Standardisierungsaktivitäten bei der KIM, zudem gibt es zunehmend mehr externe Partner (TIB, GWDG, RUB). Diese Beziehungen ließen sich im Knowledge Graph erfassen, um sowohl hbz-Mitarbeiter*innen wie auch Externen einen visuellen Überblick über das Netzwerk zu geben, inklusive der Möglichkeit, den Knwoledge Graph zu browsen, z.B. indem mensch durch Klick auf einzelne Knoten (Projekte, Produkte etc.) weitere Informationen auf einer Detailseite studieren und dort zusätzlichen Links folgen kann. Dies würde auch die Integration neuer Mitglieder in das Team enorm erleichtern, tatsächlich war ein solcher Überblick einer der ersten Wünsche eines neuen Teammitglieds.
- Recherche in vergangenen Aktivitäten: Über die Jahre sammeln sich viele Präsentationen, Publikationen etc. an und selbst die Teammitglieder wissen nicht mehr, wo sie was publiziert haben. Ein Index mit den strukturierten Daten oder sogar inklusive Volltextindex würde eine einfache Suche nach alten Materialien ermöglichen.
- Auflistung/Visualisierung der Aktivitäten: Ebenso ließen sich alle Aktivitäten in einem bestimmten Zeitraum anzeigen, etwa sortiert nach Typ. Dies könnte auch benutzt werden, um die Publikations- und Vortragslisten für den Jahresbericht automatisch zu generieren.
Ergänzung durch einen hbz-internen Knowledge Graph
Die Flexibilität eines graph-basierten Datenmodells ermöglicht es, die offenen strukturierten Daten durch nur intern zugängliche Daten zu ergänzen. Dies würde z.B. den Aufbau eines Customer Relationship Graphs ermöglichen, der ja auch mit internen Informationen zu Teams/Personen und Produkten verknüpft sein sollte. Oder es ließen sich Informationen zu Verträgen etc. ergänzen, um so ein internes Vertragsmanagementsystem aufzubauen.
Offene Fragen
Die iterative Entwicklung eines Knowledge Graph für das gesamte hbz würde notgedrungen dazu führen, überkommene Prozesse und Publikationsformen zu überdenken.
- Welche Form nehmen Newsletter und Jahresbericht an und wie werden sie generiert?
- Was geschieht mit dem AEP? Die Erfassung der AEP-Informationen in einem Knwoledge Graph würde z.B. auch die Visualisierung von Entwicklungen über mehrere Jahre oder bereits eine Suche über mehrere Jahre ermöglichen.