Die wichtigste, mit diesem Release im Produktionssystem der DigiBib vorgenommene Änderung ist die "Scharfschaltung" weiterer Maßnahmen zur Absicherung des Portals gegen massenhafte automatisierte Zugriffe durch Bots bzw. Crawler.
Mit Release 7.104 wurde bereits sichergestellt, dass nur Zugriffe mit Sitzungs-Cookie auf Inhalte der Anwendung zugreifen können. Nun wird eine Begrenzung eingeführt, wie viele Anfragen im Rahmen einer Sitzung innerhalb eines begrenzten Zeitraums gestellt werden können. Um die Grenzwerte so festlegen zu können, dass reguläre Nutzer:innen möglichst nicht von diesen Begrenzungen getroffen werden, wurden die Log-Dateien des Portals in den letzten Wochen entsprechend überwacht und ausgewertet.
Sollte es trotzdem in den nächsten Tagen zu negativen Rückmeldungen von Benutzer:innen kommen, freuen wir uns über zeitnahe Rückmeldungen.
Ein wichtiger Hinweis an dieser Stelle ist, dass Sitzungen authentifizierter Nutzer:innen grundsätzlich von den Beschränkungen ausgenommen sind - sollte es also wider Erwarten doch zu Behinderungen von legitimen Nutzer:innen kommen, können diese sich einfach anmelden und sollten das Portal dann uneingeschränkt nutzen können.
(Noch) nicht aktiviert wurde eine Limitierung der initialen Anfragen ohne Cookie. Grundsätzlich könnten die vorstehend beschriebenen Beschränkungen umgangen werden, indem die Bots einfach eine Vielzahl von Sitzungen für jeweils eine oder wenige "echte" Anfragen erzeugen. Da wir jedoch nicht zwischen Bots und legitimen Nutzer:innen unterscheiden können (weshalb wir den ganzen Aufwand ja erst betreiben), würden während einer laufenden Bot-Zugriffswelle auch alle zum ersten Mal zugreifenden Nutzer:innen - z. B. an öffentlichen Arbeitsplätzen, an denen Cookies zwischenzeitlich zurückgesetzt werden - stark eingeschränkt und kämen erst gar nicht bis zum Login. Hier werden wir noch prüfen, welche weiteren Feinjustierungen möglich wären - z. B. in Form einer Unterscheidung von Zugriffen aus Deutschland und dem Rest der Welt.
Die in Release 7.99 für IntrOX eingeführte Open-Access-Kennzeichnung wurde nun auch auf den hbz-Web-Katalog ausgeweitet.
Bei Abbildungen in GND-Informationen fehlte bislang die Angabe der Bildquelle; nachdem die nötigen Daten nun über die Lobid-API bereitgestellt werden, kann auch die entsprechende Anzeige in der DigiBib generiert werden.
Mitunter sind MARC-Daten oder deren suchmaschineninterne Repräsentationen fehlerhaft bzw. entsprechen nicht den implizit im Anwendungscode angelegten Erwartungen, so dass die Aufbereitung für die Trefferanzeige fehlschlägt. Zwei solcher Fälle (einer in IntrOX und einer im hbz-Web-Katalog), die dann die gesamte Trefferliste in Mitleidenschaft gezogen haben, wurden nun robuster implementiert.
Die Links im Bereich "Weitere Quellen", die auf die DBIS-Web-Oberfläche verweisen, wurden an die dortige neue URL-Struktur angepasst.
Im laufenden Prozess der Überführung unserer bisherigen Datenstruktur für Treffer in unser neues DigiBib-internes Datenformat wurden Personen-, Körperschafts- und Verlagsangaben sowie Schlagwörter nun auch für Finc-Kataloge im neuen Format implementiert. Konkret ermöglicht dies bislang vor allem eine saubere Verlinkung von Katalogsuchen auf Basis der bibliographischen Daten, sodass z. B. bei einer verlinkten Suche über einen Personeneintrag nur noch der Personenname verwendet wird, ohne dass auch weitere Informationen wie Lebensdaten, Rolle etc. mit einbezogen werden. Verlinkte Suchen auf Basis der angepassten Felder dürften nun passendere Ergebnisse liefern.
Für Personenangaben wurden die Zählung (MARC 100/700 $b) und der Titel (MARC 100/700 $c) sowie für Körperschaften die untergeordnete Einheit (MARC 110/710 $b) und der Zusatz (MARC 110/710 $g) in die Anzeige mit aufgenommen.
Da für die Umsetzung Anpassungen an unserem Modul zur Verarbeitung von USMARC-Daten erfolgt sind, profitieren auch Datenbanken der Metasuche von den Änderungen, sofern sie USMARC-Daten liefern.
Zu den weiteren Kleinigkeiten, die in dieses Release eingeflossen sind, gehören Verbesserungen von Hinweistexten, vorbereitende technische Maßnahmen für die E-Book-Fernleihe, kleine Fehlerbehebungen bei der Anbindung von Datenbanken in der Metasuche und der Ausschluss einiger - immerhin mit offenen Karten spielender, also sich entsprechend selbst identifizierender - Suchmaschinen-Crawler.
Darüber hinaus gab es seit dem letzten Feature-Release noch zwei kleine Patch-Releases, mit denen unerwartete Probleme ad hoc beseitigt wurden. So hatte sich gezeigt, dass Kalender-Anwendungen, die auf die iCal-URLs von IntrOX-Benutzerkonten zugreifen, mehrheitlich nicht mit dem Zwang zur Verwendung von Sitzungs-Cookies umgehen konnten, so dass für diese Anfragen wieder auf die Präsenz des Cookies verzichtet wurde.