Quellen

Barrierefreiheit - User Stories


Mitwirkende

Wer nimmt an dieser Gruppe teil? Bitte volle Namen mit Institution.

VornameNachnameInstitution
LohnertPeterUB RWTH Aachen
DeborahPauluhnWH Gelsenkirchen Bocholt Recklinghausen
ElisabethSawatzkyULB Münster
UlrikeRichterHS Bonn-Rhein-Sieg
DanielaHaferkampUB Duisburg-Essen
NiklasSpehlULB Düsseldorf
FlorianSiemundHfMT Köln


Hintergrund

Kurze Einführung ins Thema.

Barrierefreiheit ist eine gesetzliche Vorgabe. Es gibt eine EU Verordnung, die besagt, dass eBooks barrierefrei sein müssen. Auch Verlage betrifft diese Anforderung. Im Sinne der Informationsfreiheit und Gleichberechtigung ist es ein Anliegen, zielgruppenorientierte Informationsangebote für die gesamte Gesellschaft zu schaffen.

Hintergrund für das Angebot sind entweder die Konformität zu gesetzlichen Vorgaben oder ein konkreter Bedarf aus der Hochschule.

Operative Arbeitsziele

Was hofft Ihr mit dieser Seite zu erreichen? Welche Bestandteile sollten noch aufgenommen werden?

Wir wollen das Handwerkszeug liefern, um eine maximal Zugänglichkeit für andere Personengruppen zu schaffen. 

Außerdem wollen wir die Forschenden für das Thema Barrierefreiheit sensibilisieren. 

Ergebnisse

Was gibt es schon (Best Practices, Vorlagen, praktisches Wissen, Empfehlungen...)?

HfMT

  • Erfahrungswert
  • auf einen Bedarf hin wurde ein Braille Drucker angeschafft, Gerät in der Anschaffung teuer, kann ggf. von anderen NRW-Bibliotheken im Bedarfsfall angefragt werden; Problem: Qualitätskontrolle der Drucksachen nur eingeschränkt möglich
  • Mithilfe eines taktilen Druckers (embosser) kann man sog. Braille Ready Format (.BRF) Dateien ausdrucken bzw. prägen. Zum Format: https://www.loc.gov/preservation/digital/formats/fdd/fdd000551.shtml?loclr=blogsig (HfMT. Es gibt bereits Partituren in Braille)
  • Vor etwaigem Druck muss die Anlieferung von funktionalen und inhaltlich korrekten .BRF Dateien vorausgesetzt werden
  • Eine verbreitete Softwarelösung zur Erstellung von Braille Texten (mit kostenpflichtiger Lizenz) ist z.B. Duxbury


HSD 

  • Workflow
    • Bilder auf Website werden mit Alt-Text hinterlegt
    • Alt-Texte in einfacher Sprache verfassen
    • es gab eine Schulung hierzu, eine Kollegin, die das überprüft
    • Arbeitsplätze mit Geräten eingerichtet 

RWTH

Uni Münster

Angebote: 

Linksammlung:

Westfälische Hochschule:

    • Eye-Able Tool > ist auf der HS-Website selbst integriert, es gibt ein stilisiertes Icon, ermöglicht die Konfiguration der Website im Hinblick auf Barrierefreiheit
    • Empfehlungen zu digitaler Barrierefreiheit von der Westfälischen Hochschule.
    • Teilnahme am Projekt "Kompetenzzentrum Digitale Barrierefreiheit"
    • Moodle Kurs "Digitale Barrierefreiheit: Grundlagen - Umsetzung - Tipps" zur Selbsteinschreibung für Hochschulangehörige. 
    • Best Practice Vorbild aus Schweden: Legimus von der Swedish Agency for Accessible Media. Anbieter von Kursliteratur als vertonte talking books, in leichter Sprache annotierte e-textbooks, sowie Braille-Publikationen für Studierende mit reading disabilities. Softwarebasiert, Zugang auf Antrag.

FH Aachen

    • nutzt ebenfalls Eye Able > HS-Website wurde 2-3 Jahren komplett neu gestaltet, in dem Zusammenhang Überprüfung der Barrierefreiheit
    • es gibt Geräte, die zur Umsetzung von Barrierefreiheit beitragen (stellen Text größer dar) (eine Art Lupe) in der Bibliothek nutzbar

UDE

    • Workflow:
      • starten mit Dissertationen ab diesem Jahr, d.h. 1. Doktoranden ansprechen
      • Beratung für barrierefreie Manuskripte, also 2. mit Word anfangen, diese barrierefrei kriegen (Support für LaTeX in einem zweiten Schritt)
      • Dissertations-Team und andere Stakeholder einbeziehen
      • Anleitung, wie man einen Text barrierefrei macht, steht zur Verfügung (wird für die Community ggf. freigegeben)
      • Bildbeschreibung bei wiss. Texten herausfordernd aufgrund von Fachkenntnissen > Fakultäten müssen einbezogen werden
    • Erkenntnis: man muss beim Quelldokument / Manuskript ansetzen

https://www.uni-due.de/ub/angebote_behinderungen.php

FH Dortmund

    • es gibt interne Schulungen 
    • Alternativtext als Pflichtfeld (bei der Website)
    • allerdings kann keine Qualitätskontrolle für den Alt-Text übernommen werden

HHU Düsseldorf

    • Es gab konkrete Anfragen zu Scanservices für die digitale Bereitstellung von gedruckter Literatur in Großschrift für sehbeeinträchtigte Menschen. Die Umsetzung eines solchen Services wurde dann aber aufgrund des sehr hohen Aufwands (rechtliche Fragen, technische Umsetzung etc.) nicht weiter verfolgt.
    • Es gibt für Print-Literatur an der Uni Kassel einen Digitalisierungsservice, der Inhalte barrierefrei erschließt und als Word-Dokument digital zur Verfügung stellt: https://www.uni-kassel.de/ub/barrierefreiheit. Aufgrund des Urheberrechts darf diese Umsetzung nur für Einzelpersonen erfolgen und nur Einzelpersonen zur Verfügung gestellt werden. 


HS Bonn-Rhein Sieg 

    • Campuslizenz für SciFlow > kann barrierefreie Texte erstellen, vorhandene Texte können barrierefrei konvertiert werden. Problem: Umstieg fällt schwer, wenn man zuvor etwas anderes gewohnt war


Best Practices könnten sein:

  • Arbeitsplätze für barrierefreien Zugang in Bib einrichten
  • Workflows zur Erstellung barrierefreier Texte erstellen
  • Selbstevaluieren von Website Inhalten. Zum Thema Websiten-Gestaltung. Es gibt z.B. von IBM (Equal Accessibility Toolkit) oder von der University of Utah, eigene Tools zur Selbstevaluierung von Barrierefreiheit: https://wave.webaim.org/
  • Awareness für die Herausgebenden anbieten

Tools


Literaturtipps & Workshops:

Weitere Ideen

Was fehlt noch? Was braucht es noch? Sonstige Ideen?

  • Anleitungen oftmals zu sperrig
  • unterschiedliche Tools geben unterschiedliche Fehlermeldungen raus 
  • Automatisierungen teilw. fehlerbehaftet
  • Unklarheit, da Informationslage sehr komplex
  • Schulungen sowohl für Bewusstsein als auch für Umsetzung sind nötig




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