Was ist OJS?

Die Open Source Software OJS (Open Journal Systems) wird von der PKP Community - dem Public Knowledge Project - seit über 20 Jahren entwickelt und dient der Publikation von Open-Access-Zeitschriften. Sie ermöglicht weltweit die Umsetzung von Best Pratices im Diamond OA.

Serviceumfang

Als zentraler Infrastruktur-Provider für NRW Hochschulbibliotheken bietet das Hochschulbibliothekszentrum NRW (hbz) technisches Setup, Hosting und Wartung für OJS an. Das Angebot umfasst eine eigene OJS-Multi-Journal-Instanz unter einer hochschuleigenen Domain. Die Bibliotheken übernehmen die Konfiguration ihrer OJS-Instanz und betreuen die Forschenden ihrer Einrichtung (vgl. Abb.1: Kooperationsmodell).

Sie haben sowohl die Möglichkeit, erstmalig eine neue OJS-Instanz an Ihrer Hochschulbibliothek einrichten zu lassen, als auch Ihre bestehende OJS-Instanz auf die zentrale OA-Infrastruktur des Landes zu migrieren.

Unsere Serviceleistungen umfassen:

  • Setup, Hosting und Wartung einer OJS-Multi-Journal-Instanz
  • Versions-Upgrades
  • Bereitstellung einer Testumgebung vor Produktivphase
  • Speicherung und Bereithaltung der gelieferten Inhalte in gesicherter Rechenzentrumsumgebung
  • Installation und Updates von zentral ausgewählten Plugins
  • Ergänzende Service- und Supportstruktur

Diamond Open Access

Unsere OJS-Instanzen sehen die Publikation von Diamond-Open-Access-Zeitschriften vor.

OJS-Funktionsumfang

Um einen möglichst effizienten Betrieb und eine adäquate Betreuung zu gewährleisten, bieten wir OJS in einem standardisierten Setup an. Dies ermöglicht den Anwender:innen den Zugriff auf die wichtigsten OJS Kernfunktionalitäten. Zum Funktionsumfang gehören:

Bibliothekarische Kernfunktionalitäten

Editorische Kernfunktionalitäten

OJS-Rolle "Administrator": vollumfängliche Rechte für die gesamte OJS-Instanz, d.h. sämtlicher Zeitschriften inkl. Benutzer/innen-Verwaltung und Rechtemanagement

OJS-Rolle "Zeitschriftenverwalter/in": vollumfängliche Rechte für eine Zeitschrift,
inkl. Benutzer/innen-Verwaltung und Rechtemanagement

DOI-Vergabe bei Crossref / DataCite (durch Mitgliedschaft bei DataCite oder
in einem DOI-Konsortium)


Verlagsspezifisches Rollen- und Rechtemanagement (z.B. Zeitschriftenverwalter/in,
Editor/innen, Reviewer/innen), inkl. personalisierter Aufgabenverteilung,
Email-Notifikationen und Deadlines

Vergabe von bibliografischen und administrativen Metadaten
(Dublin Core 1.1)

Peer-Review-Verfahren (blind, double-blind)

Funktionen für Vertriebseinstellungen (Rechtemanagement durch
Copyright und Lizenzen)

Redaktioneller Workflow

OAI-PMH-Schnittstelle und REST API

Einreichungsworkflow für Autor:innen

Nutzungsstatistiken und Export

Publikation von Ausgaben oder laufend von Artikeln

OJS-Standard-Layouts für Zeitschriften-Webseiten und Landing Page einer OJS-Instanz ("Default-Theme") bzw. Gestaltung der Nutzeroberfläche auf Basis eines CSS-Stylesheets 

Veröffentlichung von Artikeln in PDF

Optional: Einbindung von CSS-Stylesheets zur Gestaltung
von Landing Pages

Veröffentlichung von Artikeln in HTML ist unter bestimmten 
Bedingungen möglich (kein Inline-HTML bzw. Bootstrap, nur CSS-Stylesheet)


Publikation von Supplements in allen Dateiformaten mit max.
Dateigröße von 50MB


Nutzungsstatistiken und Export

OJS-Plugins

OJS verfügt über eine Vielzahl an PKP-Plugins, die Sie selbst in OJS aktivieren und deaktivieren können. Um Updates und Upgrades so effizient wie möglich zu gestalten, setzt die Infrastruktur in weiten Teilen auf die Out-of-box Plugins von OJS. Diese werden langfristig durch PKP entwickelt und gewartet. Derzeit werden u.a. folgende Plugins zur Verfügung gestellt:

  • Crossref-Export/Registrierungs-Plugin: Artikel-Metadaten im Crossref-Format exportieren oder registrieren.
  • DataCite-Export/Registrierungs-Plugin: Exportieren oder registrieren Sie Metadaten zu Ausgaben, Artikeln, Fahnen und Zusatzdateien im DataCite-Format.
  • DOAJ-Export-Plugin: Zeitschrift für DOAJ exportieren.
  • Natives XML-Plugin: Artikel und Ausgaben in OJS' nativem XML-Format importieren und exportieren
  • Google Scholar-Plugin: erlaubt das Harvesten durch Google Scholar
  • QuickSubmit-Plugin: erlaubt den Redaktionsworkflow zu umgehen und eine Einreichung direkt für die Publikation vorzusehen, z.B. im Fall von bereits veröffentlichter Artikel
  • DNB-Export-Plugin: dient der automatischen Einlieferung von Pflichtexemplaren bei der DNB per Hotfolder-Verfahren
  • Matomo-Plugin: bietet verlässliche und umfassende Nutzungsstatistiken von Journal-Webseiten und Publikationen
  • Honeypot-Plugin: präventive Abwehr von Spamaccounts durch Bots

Eine vollständige Liste zum aktuellen Stand der Plugin-Auswahl finden Sie hier.

Schritt für Schritt bis zur eigenen OJS-Instanz

Als Bibliothekar:in sind Sie Ansprechpartner:in für die Forschenden Ihrer Institution und übernehmen die Konfiguration der OJS-Instanz. Die Konfiguration findet vollständig in der Nutzeroberfläche in OJS statt. Ganz wesentlich ist eine Selbstlernphase, während der Sie sich mit OJS vertraut machen. Wir sehen folgende Schritte vor (vgl. auch Abb. 2: Schritte bis zur Produktivinstanz):

  1. Erstkontakt und Beratungsgespräch
  2. Einrichtung einer Testinstanz durchs hbz
  3. Zeitlich nicht begrenzte Selbstlernphase unter Nutzung Ihrer OJS-Testumgebung (vgl. OJS-Tutorial (Version 3.3))
  4. Gemeinsam mit Forschenden eine Pilotzeitschrift in der Testumgebung unter Ihrer Anleitung aufsetzen
  5. Umstellen auf Produktivinstanz - die während der Testphase erstellten Zeitschriften werden vollständig beim GoLive übernommen.

OJS-Austauschrunden

Das Open-Access-Team des hbz veranstaltet regelmäßig online die OJS-Austauschrunde für Admins. Dort befassen wir uns mit Fragen zur Nutzung der Software und angrenzenden Thematiken. Der kooperative Austausch steht allen Admins von OJS an einer NRW Hochschule offen und ist nicht auf die Kooperationspartner des hbz begrenzt.

Kontakt

Ansprechpartner

Dr. Philip Gross

Tel: +49-221-40075-245

gross@hbz-nrw.de







Kooperationsmodell

Abb.1: Kooperationsmodell











































Abb.2: Schritte bis zur Produktivinstanz