| Abkürzung | Ausgeschrieben | Erläuterung |
|---|---|---|
| AACR | Anglo-American Cataloguing Rules | sind ein 1967 verabschiedetes bibliothekarisches Regelwerk. Die 1978 veröffentlichte zweite Ausgabe (AACR2) war das weltweit am weitesten verbreitete Regelwerk. Die Herausgeber sind die American Library Association, die Canadian Library Association und das Chartered Institute of Library and Information Professionals. Das deutsche Pendant sind die Regeln für die alphabetische Katalogisierung (RAK) |
| AfS | Arbeitsstelle für Standardisierung (der DNB) | ist eine Organisationseinheit der Deutschen Nationalbibliothek. Sie leistet die hauptverantwortliche Facharbeit im Bereich der bibliothekarischen Standardisierung für Deutschland, Österreich und die deutschsprachige Schweiz und koordiniert die gemeinschaftliche Erarbeitung grundlegender Konzepte, Standards und Best-Practices. Dies beinhaltet auch Regelungen für technische Schnittstellen und Datenformate. Von besonderer Bedeutung ist hierbei die Mitarbeit in zahlreichen nationalen und internationalen Gremien. |
| ALA | American Library Association | ist eine 1876 in Philadelphia gegründete und heute in Chicago ansässige Organisation. Sie ist die älteste und größte Bibliothekenverbindung der Welt und fördert Bibliotheken international. |
| ALEPH | Automated Library Expandable Program Hebrew University of Jerusalem | ist ein integriertes Bibliothekssystem von der israelischen Ex Libris Group. Im November 1981 ging Aleph erstmals an einer neuen Zweigstelle der Bibliothek der Hebräischen Universität Jerusalem in Betrieb. Der seit 1995 entwickelte vierte Nachfolger Aleph 500 konnte sich als eines der international führenden Bibliotheksverwaltungssysteme etablieren und wurde nach Angaben des Herstellers 2008 von weltweit rund 2250 Institutionen verwendet. |
| BIB | Berufsverband Information Bibliothek | entstand 2000 durch die Fusion der Vorgängerorganisationen Verein der Bibliothekare und Assistenten und Verein der Diplom-Bibliothekare an wissenschaftlichen Bibliotheken und vertritt als Berufsverband in Deutschland die Interessen von Beschäftigten in Bibliotheken. |
| BIBFRAME | Bibliographic Framework Transition Initiative | ist ein Datenmodell für bibliografische Daten, welches entworfen wurde, um das Austauschformat MARC zu ersetzen. Es verwendet Linked Data-Prinzipien, um den Nutzen von Bibliothekskatalogen sowohl inner- als auch außerhalb der bibliothekarischen Community zu erhöhen. BIBFRAME ist in RDF verfasst und basiert auf drei zentralen Abstraktionsebenen (Work, Instance, Item). Darüber hinaus sind drei zusätzlichen Klassen (Agent, Subject, Event) mit den zentralen Abstraktionsebenen verbunden. |
| BK | Basisklassifikation | ist ein durch niederländische Bibliotheken entwickeltes hierarchisches Klassifikationssystem, das speziell für wissenschaftliche Arbeiten entwickelt wurde. Das Ziel der Basisklassifikation war ursprünglich dreiteilig.
In der Praxis wird die Basisklassifikation zusammen mit einem Wortsystem benutzt, das aus Schlagwörtern, Andeutungen von Ort und Zeit, Genre und dem Autorennamen besteht. |
| CILIP | Chartered Institute of Library and Information Professionals | ist eine Berufskörperschaft für Bibliothekare, Information Professionals und Wissens-Manager im Vereinigten Königreich. Der gemeinnützige Status der Organisation wird durch eine Royal Charter unterstrichen. Das Ziel der CILIP ist es, „Information, Bibliotheksfähigkeiten und professionelle Werte in das Herz einer demokratischen, gleichen und wirtschaftlich erfolgreichen Gesellschaft zu tragen“. |
| CV | Controlled vocabulary | auch unter den Begriffen "kontrolliertes Vokabular" oder "vorgegebener Wortschatz" bekannt. Alma unterstützt die Überprüfung von Unterfeld-Werten im Metadaten-Editor, basierend auf einem vorgegebenen Wortschatz (eine Liste zulässiger Werte für das Unterfeld). Diese Wertelisten können mit einer |
| CZ | Alma Community Zone | auch unter dem Begriff "Gemeinschaftszone" bekannt. Die CZ enthält durch Ex Libris verwaltete Ressourcen, die allen Alma-Institutionen zur Verfügung stehen. Sie umfasst die Knowledge Base, den Gemeinschaftskatalog und globale Normdateien. Darauf kann von jeder Institution aus zugegriffen werden, die zu Katalogisierungszwecken Teil von Alma ist. |
| DACH | Deutschland - Österreich - Schweiz | DACH oder auch D-A-CH ist ein Kunstwort, bzw. ein Apronym für Deutschland, Österreich und die Schweiz. |
| DACHELA | Deutschsprachige Ex-Libris-Anwender | Organisation für Ex-Libris-Anwender in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Liechtenstein. |
| dbv | Deutsche Bibliotheksverband e. V. | setzt sich seit über 60 Jahren für Bibliotheken in Deutschland ein. Der Verband hat bundesweit ca. 2 000 Mitgliedsbibliotheken. Sein Anliegen ist es, die Wirkung von Bibliotheken in Kultur und Bildung sichtbar zu machen und ihre Rolle in der Gesellschaft zu stärken. |
| DC | Dublin Core | ist eine Sammlung einfacher und standardisierter Konventionen zur Beschreibung von Dokumenten und anderen Objekten im Internet, um diese mit Hilfe von Metadaten einfacher auffindbar zu machen. |
| DCMES | Dublin Core Metadata Element Set | 15 Kernfelder, welche von DCMI empfohlen werden (ID, format, type, language, title, subject, coverage, description, creator, publisher, contributer, rights, source, relation, date). |
| DCMI | Dublin Core Metadata Initiative | wurde 1994 in Chicago gegründet. Im Rahmen der ersten Konferenz im März 1995 einigten sich die etwa 50 Teilnehmer auf eine Grundmenge von beschreibenden Termen für die Kategorisierung von Webressourcen und nannten diese Metadatenmenge nach dem Tagungsort Dublin Core metadata. |
| DDC | Dewey-Dezimalklassifikation | ist die international am weitesten verbreitete Klassifikation für die Sacherschließung von Bibliotheksbeständen. Die erste Ausgabe wurde vom amerikanische Bibliothekar Melvil Dewey 1876 veröffentlicht. |
| DNB | Deutsche Nationalbibliothek | ist die zentrale Archivbibliothek Deutschlands. Sie sammelt, dokumentiert und archiviert alle Medienwerke in Schrift, Bild und Ton, die seit 1913 in und über Deutschland oder in deutscher Sprache veröffentlicht werden. |
| DOI | Digital Object Identifier | ist ein möglichst eindeutiger und dauerhafter digitaler Identifikator für physische, digitale oder abstrakte Objekte. Das DOI-System wird von der International DOI Foundation betrieben und bislang vor allem für Online-Artikel wissenschaftlicher Fachzeitschriften verwendet. |
| DRM | Digital Rights Management | ist eine Art von Kopierschutz, bei dem nicht die Kopie verhindert wird, sondern die Nutzung (und Verbreitung) digitaler Medien kontrolliert werden soll. |
| EBLIDA | European Bureau of Library, Information and Documentation Associations | ist ein 1992 gegründeter europäischer Dachverband der Berufs- und Institutionenverbände im Bereich des Bibliotheks-, Archiv- und Dokumentationswesens. |
| ERM | Electronic Ressource Management | Umfasst Praktiken und Techniken, die von Bibliotheksmitarbeitenden eingesetzt werden, um den Workflow (Auswahl, Erwerbung, Lizenzierung, Zugriff, Pflege, Nutzung, Bewertung, Aufbewahrung und Löschung) der elektronischen Informationsressourcen einer Bibliothek zu verfolgen. Zu diesen Ressourcen gehören unter anderem elektronische Zeitschriften, elektronische Bücher, Streaming-Medien, Datenbanken, Datensätze, CD-ROMs und Computersoftware. |
| FE | Formalerschließung | ist in Bibliotheken ein Teil des Arbeitsvorgangs der Katalogisierung. Bei der Formalerschließung werden die „formalen“ Merkmale der zu katalogisierenden Publikationen erfasst und in den Bibliothekskatalog eingetragen. |
| FRAD | Functional Requirements for Authority Data | früher bekannt als Functional Requirements for Authority Records (FRAR), ist ein von der International Federation of Library Associations and Institutions (IFLA) entwickeltes konzeptionelles Modell für die Beziehung zwischen den Daten, die in den Bibliothekskatalogen gespeichert sind, und den Bedürfnissen der Nutzer dieser Register sowie zur Erleichterung und gemeinsamen Nutzung dieser Daten. Die FRAD sollen die Benutzeranforderungen wie Finden, Identifizieren, Auswählen und Zugang erhalten erfüllen. |
| FRBR | Functional Requirements for Bibliographic Records | ist ein von der International Federation of Library Associations and Institutions (IFLA) entwickeltes konzeptionelles Entity-Relationship-Modell, das die Aufgaben des Benutzers bei der Suche und dem Zugriff auf Online-Bibliothekskataloge und bibliografische Datenbanken aus der Sicht des Benutzers darstellt. Es stellt einen ganzheitlicheren Ansatz für die Suche und den Zugriff dar, da die Beziehungen zwischen den Entitäten Links für die Navigation durch die Beziehungshierarchie bieten. Das Modell ist von Bedeutung, weil es sich von spezifischen Katalogisierungsstandards wie den Anglo-American Cataloguing Rules (AACR), Resource Description and Access (RDA) und International Standard Bibliographic Description (ISBD) unterscheidet. |
| FRSAD | Functional Requirements for Subject Authority Data | früher bekannt als Functional Requirements for Subject Authority Records, ist ein konzeptionelles Entity-Relationship-Modell, das von der International Federation of Library Associations and Institutions entwickelt und 2010 veröffentlicht wurde. Es ist eine Fortsetzung der Arbeit am FRBR-Modell und beschreibt, wie "Entitäten, die als Gegenstand intellektueller oder künstlerischer Bestrebungen dienen", innerhalb des bibliografischen Universums in Beziehung gesetzt und kontrolliert werden können. Das Modell soll den globalen Austausch und die Wiederverwendung von Fachautoritätsdaten unterstützen. |
| GASCO | German, Austrian and Swiss Consortia Organisation | ist eine im Jahr 2000 gegründete staatenübergreifende Organisation mit dem Ziel, die Zusammenarbeit von Bibliotheken zum Erwerb von elektronischen Zeitschriften, Datenbanken und E-Books im deutschsprachigen Raum zu koordinieren. |
| GND | Gemeinsame Normdatei | ist ein Dienst, um Normdaten kooperativ nutzen und verwalten zu können. Diese Normdaten repräsentieren und beschreiben Entitäten, also Personen, Körperschaften, Konferenzen, Geografika, Sachbegriffe und Werke, die in Bezug zu kulturellen und wissenschaftlichen Sammlungen stehen. Vor allem Bibliotheken nutzen die GND zur Erschließung von Publikationen. Zunehmend arbeiten mit der GND aber auch Archive, Museen, Kultur- und Wissenschaftseinrichtungen sowie Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen in Forschungsprojekten. Normdaten erleichtern die Erschließung, bieten eindeutige Sucheinstiege und vernetzen unterschiedliche Informationsressourcen. Die GND wird von der Deutschen Nationalbibliothek (DNB), allen deutschsprachigen Bibliotheksverbünden, der Zeitschriftendatenbank (ZDB) und zahlreichen weiteren Institutionen kooperativ geführt. |
| hbz | Hochschulbibliothekszentrum des Landes Nordrhein-Westfalen | ist eine zentrale Dienstleistungs- und Entwicklungseinrichtung für die Hochschulbibliotheken in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz. In dieser Funktion begleitet und initiiert das hbz die überregionalen Umstrukturierungsprozesse der Informationsservices, deren Notwendigkeit sich aus dem rasanten technologischen Wandel der vergangenen Jahre ergibt |
| JSC | Joint Steering Committee for Development of RDA | ist für die Pflege von RDA zuständig. JSC war zuvor für die Pflege der Anglo-Amerikanischen Katalogisierungsregeln (AACR) zuständig, die durch RDA ersetzt werden sollten. |
| IE | Inhaltserschließung | bezeichnet innerhalb der Bibliotheks- und Dokumentationswissenschaft die Erschließung bibliographischer und archivalischer Ressourcen nach inhaltlichen Kriterien. Das bedeutet, dass eine Ressource intellektuell oder automatisch aufgrund ihres Inhalts beschrieben wird. |
| IFLA | International Federation of Library Associations and Institutions | ist die Internationale Vereinigung bibliothekarischer Verbände und Einrichtungen. Zweck ist die Förderung und Entwicklung qualitativer Bibliotheks- und Informationsdienste aller Art, Förderung des freien Zugangs zu Informationen und die Vertretung der Interessen des Bibliotheks- und Dokumentationswesens im Allgemeinen. Um dieses Ziel zu erreichen, veröffentlicht die IFLA Publikationen, darunter die viermal jährlich erscheinende Fachzeitschrift, organisiert Seminare und Workshops sowie den jährlich im August stattfindenden Weltkongress (WLIC). |
| ISBD | International Standard Bibliographic Description | ist ein Standard, ein internationales Format, welcher von der IFLA betreut wird. Das ISBD-Format ermöglicht eine einheitliche Beschreibung von Bibliotheksmaterialien im Zusammenhang mit der bibliothekarischen Erfassung. |
| ISIL | International Standard Identifier for Libraries and Related Organizations | ist der internationale Identifier für Bibliotheken und verwandte Einrichtungen (International Standard Identifier for Libraries and Related Organizations - ISO 15511). Das global angelegte ISIL-Kennzeichnungssystem integriert die in einzelnen Ländern oder bei international operierenden Institutionen bereits existierenden Kennzeichnungssysteme. |
| IZ | Alma Institutionszone | umfasst lokale Institutionsdaten wie lokal verwaltete Titelsätze, lokal aktivierte elektronische Portfolios und lokale physische Bestände. |
| KVK | Karlsruher Virtueller Katalog | ist eine Meta-Suchmaschine zum Nachweis von mehreren hundert Millionen Büchern, Zeitschriften und anderen Medien in Bibliotheks- und Buchhandelskatalogen weltweit. Das System wurde an der Universitätsbibliothek Karlsruhe (jetzt KIT-Bibliothek) in Zusammenarbeit mit der Fakultät für Informatik entwickelt. Der KVK wurde am 26.07.1996 für die Öffentlichkeit freigegeben. |
lAma | Firefox-Add-on "TU lAma - let Alma be more adroit" | Die TU Wien Bibliothek hat eine Firefox-Extension für Alma programmiert, die einige Tätigkeiten erleichtern soll. Die Firefox-Extension ermöglicht z.B. die gezielte Suche nach Datensätzen anhand von Listen von IDs (z. B. ISBNs, MMSIDs, AC-Nummern, Barcodes), automatisiertes Befüllen von Feldern in neuen Holdings und Exemplaren, das Ausdrucken von Laufzetteln, die direkte Anzeige der Exemplare aus der Datensatz Ansicht und dem Metadaten-Editor heraus, Unterstützung für die Einbindung eigener Bookmarklets und einiges mehr. → Add-Ons für Alma (Link zum OBV Katalogisierungshandbuch) |
| LCC | Library of Congress Classification | ist eine Klassifikation, die in der Library of Congress entwickelt wurde. Sie wird für Forschungseinrichtungen und Universitätsbibliotheken in den USA und mehreren anderen Staaten genutzt. |
| LCNAF | Library of Congress Name Authority File | liefert maßgebliche Daten für Namen von Personen, Organisationen, Ereignissen, Orten und Titeln. Der Zweck ist die Identifizierung dieser Entitäten und, durch die Verwendung eines solchen kontrollierten Vokabulars, die Bereitstellung eines einheitlichen Zugangs zu bibliografischen Ressourcen. |
| LCSH | Library of Congress Subject Headings | bilden einen Thesaurus (im Sinne der Bibliothekswissenschaft) mit Schlagwörtern, der von der Library of Congress in Washington gepflegt wird. Die LC Subject Headings helfen Bibliotheken, Dokumente zu sammeln, zu organisieren und zu verbreiten. LCSHs werden jedem Medium im Bibliotheksbestand zugewiesen und erleichtern den Benutzern das Auffinden von weiterer relevanter Literatur zu ihrem Thema. |
| MAB | Maschinelles Austauschformat für Bibliotheken | ist ein bibliographisches Datenformat, welches vor allem im deutschen Sprachraum als Austauschformat für Metadaten verwendet wird. MAB wurde meistens in Verbindung mit den Regeln für die alphabetische Katalogisierung (RAK) verwendet. Die Anfänge des MAB gehen auf das Jahr 1973 zurück, in dem unter der Federführung der Deutschen Nationalbibliothek (DNB) zusammen mit der Arbeitsstelle für Bibliothekstechnik ein nationales Austauschformat initiiert wurde. Eine umfassende Revision des MAB führte 1995 nach zweijähriger Entwicklungsarbeit zu der neuen Formatversion MAB2. Danach sind vier Ergänzungsschriften des MAB2 erschienen. |
| MARC | Machine-Readable Cataloging | ist ein bibliographisches Datenformat. Entwickelt wurde es 1969 an der Library of Congress in den USA. Im Lauf der Jahre folgten zahlreiche verschiedene Versionen, von denen bis heute vor allem die Version MARC 21 weltweit von Bibliotheken verwendet wird. MARC 21 ist ein allgemeines Format, das von verschiedensten Anwendungen gelesen und verarbeitet werden kann. Hauptzweck ist die Übertragung von bibliographischen Daten zwischen Bibliotheken. |
| MDE | Alma Metadaten-Editor | ist das Tool zum Bearbeiten und Erstellen von Titel- und Bestandsdatensätzen in Alma. |
| MeSH | Medical Subject Headings | ist der Thesaurus des kontrollierten Vokabulars der National Library of Medicine, der für die Indexierung von Artikeln unter anderem in PubMed verwendet wird. |
| MMS-ID | Alma Metadata management system identifier | ist die Datensatz-ID-Nummer, die zwischen 8 bis 19 Zeichen lang sein kann. Dabei beziehen sich die ersten beiden Zeichen auf den Datensatztyp und die letzten vier Zeichen auf eine eindeutige Kennung für die Institution. |
| NZ | Alma Netzwerk-Zone | ist ein Management-Tool, das von einem Kooperationsnetzwerk verwendet wird. Ziel ist es bestimmte Funktionen zentral zu verwalten, wie z. B. Konfigurationstabellen, Lizenzen und Datensätze. |
| OCLC | Online Computer Library Center | ist eine Bibliothekskooperative, die die Bibliotheken dieser Welt verbindet. Dazu werden innovative Softwarelösungen und Dienste zur Verwaltung, Recherche, Analyse und Nutzung von elektronischen, digitalen und gedruckten Medien zur Verfügung gestellt. |
| OPAC | Online Public Access Catalogue | ist ein online, heute meist über das Internet zugänglicher Bibliothekskatalog. Seit den 1980er-Jahren begann er, ältere Arten von Bibliothekskatalogen abzulösen. Jeder OPAC verfügt über eine Datenbank, in der der Bestand an Publikationen der jeweiligen Bibliothek als digitales Katalogisat abgespeichert ist und so recherchierbar wird. |
| PI | Preußische Instruktionen | sind ein bibliothekarisches Regelwerk, das früher in wissenschaftlichen Bibliotheken zur Katalogisierung verwendet wurde. Die Preußischen Instruktionen wurden ab den 1980er Jahren von anderen Regelwerken wie den Regeln für die alphabetische Katalogisierung (RAK) abgelöst. |
| PICA | Project of integrated catalogue automation | war ein europäischer Anbieter von Bibliothekssoftware und -dienstleistungen mit Sitz in Leiden, der aus einer Kooperation der holländischen Pica-Stiftung und dem US-amerikanischen Online Computer Library Center (OCLC) hervorgegangen ist. Im deutschsprachigen Raum war OCLC PICA vor allem durch die Pica-Software für zentrale und lokale Bibliotheksdatenbanken bekannt (unter anderem als OPAC). In Deutschland wird die Software von der Deutschen Nationalbibliothek und den Bibliotheksverbünden GBV, hebis und SWB eingesetzt. |
| RAK | Regeln für die alphabetische Katalogisierung | sind ein bibliothekarisches Regelwerk, das nicht mehr weiterentwickelt und seit 2015 durch Resource Description and Access (RDA) abgelöst wird. Die RAK erschienen erstmals 1976 und wurden in den 1980er-Jahren in Deutschland und Österreich zum dominierenden Regelwerk. |
| RAK-Musik | Regeln für die alphabetische Katalogisierung von Ausgaben musikalischer Werke | Regeln zur alphabetischen Katalogisierung in von Ausgaben musikalischer Werke (Musikdrucke, Musiktonträger usw.) |
| RAK-NBM | Regeln für die alphabetische Katalogisierung von Nichtbuchmaterialien | sind Regeln zur Katalogisierung von audiovisuellen Materialien, Mikromaterialien, Spielen und maschinenlesbaren Dokumenten (Computerdateien und Computerprogrammen) |
| RAK-ÖB | Regeln für die alphabetische Katalogisierung in öffentlichen Bibliotheken | sind Regeln zur alphabetischen Katalogisierung in öffentlichen Bibliotheken |
| RAK-WB | Regeln für die alphabetische Katalogisierung in wissenschaftlichen Bibliotheken | sind Regeln zur alphabetischen Katalogisierung in wissenschaftlichen Bibliotheken |
| RDA | Resource Description and Access | ist ein bibliothekarisches Regelwerk zur Katalogisierung von Veröffentlichungen. Zunächst für die Anwendung in Bibliotheken entwickelt, ist das Regelwerk jedoch auch für einen weiteren Anwenderkreis in Bereichen wie Museen und Archive geeignet. Der Text des Regelwerks wird laufend aktualisiert und die aktuelle Version ausschließlich online, im „RDA Toolkit“, publiziert. Verwaltet und veröffentlicht wird es von ALA Publishing sowie weiteren Institutionen. Der Standard für die Katalogisierung nach RDA im deutschsprachigen Raum wird als „RDA DACH" (auch als „Standard RDA DACH" bezeichnet) online auf der Dokumentationsplattform des Standardisierungsausschusses (STA) publiziert. „RDA DACH" wird kooperativ von der Fachgruppe Erschließung und der Fachgruppe Datenformate des STA gepflegt und weiterentwickelt. |
| RDF | Resource Description Framework | bezeichnet eine technische Herangehensweise im Internet zur Formulierung logischer Aussagen über beliebige Dinge (Ressourcen). Ursprünglich wurde RDF vom World Wide Web Consortium (W3C) als Standard zur Beschreibung von Metadaten konzipiert. Mittlerweile gilt RDF als ein grundlegender Baustein des Semantischen Webs. RDF ähnelt den klassischen Methoden zur Modellierung von Konzepten wie UML-Klassendiagramme und Entity-Relationship-Modell. |
| RSWK | Regeln für die Schlagwortkatalogisierung | sind heute in wissenschaftlichen Universalbibliotheken, in öffentlichen Bibliotheken, mit Einschränkung in Spezialbibliotheken Deutschlands, Österreichs, der deutschsprachigen Schweiz und in deutschsprachigen Bibliotheken Südtirols das Regelwerk für die verbale Sacherschließung. |
| RVK | Regensburger Verbundklassifikation | ist eine Klassifikation zur Erfassung von Beständen in Bibliotheken. Sie wurde ca. 1964 an der Bibliothek der neugeschaffenen Universität Regensburg entwickelt und hat sich in weiten Teilen Bayerns und darüber hinaus als Klassifikationssystem an wissenschaftlichen Bibliotheken (v. a. in Ostdeutschland, aber auch schon im Ausland) etabliert. Sie wird ständig gepflegt und die Redaktion liegt dabei bei der Universitätsbibliothek Regensburg. |
| SE | Sacherschließung | siehe Inhaltserschließung |
| STA | Standardisierungsausschuss | Der Standardisierungsausschuss (STA) ist ein kooperativer Zusammenschluss von Einrichtungen aus Kultur und Wissenschaft im DACH-Raum mit der Zielsetzung, den Einsatz einheitlicher Standards für die Erschließung, Schnittstellen und Formate in Bibliotheken sicher zu stellen und die spartenübergreifende Harmonisierung der Erschließung und Datenvernetzung durch gemeinsame Standards wie die Gemeinsame Normdatei zu fördern. Die am STA beteiligten Institutionen (STA-Community) sind in verschiedenen Fach- und Arbeitsgruppen organisiert. Den bibliothekarischen Arbeitsgruppen (Fachgruppe Erschließung / Fachgruppe Datenformate) obliegt die Pflege und Weiterentwicklung der bibliothekarischen Standards für die formale und inhaltliche Erschließung von Ressourcen und die Verantwortung für die Schnittstellen und Formate in Bibliotheken. Für die Weiterentwicklung der GND ist der GND-Ausschuss verantwortlich. Spartenübergreifende Arbeitsgruppen widmen sich themenbezogenen Einzelaspekten der Erschließungspraxis. Sie haben spezifische Ressourcentypen (zum Beispiel Alte Drucke, audiovisuelle Medien usw.) oder spezielle Erschließungsaufgaben (z. B. Provenienzerschließung) im Fokus. |
| URL | Uniform Resource Locator | identifiziert und lokalisiert eine Ressource, beispielsweise eine Webseite, über die zu verwendende Zugriffsmethode (zum Beispiel das verwendete Netzwerkprotokoll wie HTTP oder FTP) und den Ort (englisch location) der Ressource in Computernetzwerken. Der ursprüngliche Standard wurde im Dezember 1994 als RFC 1738 publiziert, er ist inzwischen durch die Veröffentlichung mehrerer anderer RFCs obsolet. |
| URI | Uniform Resource Identifier | ist ein Identifikator und besteht aus einer Zeichenfolge, die zur Identifizierung einer abstrakten oder physischen Ressource dient. URIs werden zur Bezeichnung von Ressourcen (wie Webseiten, sonstigen Dateien, Aufruf von Webservices, aber auch E-Mail-Empfängern) im Internet und dort vor allem im WWW eingesetzt. Der aktuelle Stand 2016 ist als RFC 3986 publiziert. |
| URN | Uniform Resource Name | ist ein Uniform Resource Identifier (URI) mit dem Schema urn, der als dauerhafter, ortsunabhängiger Bezeichner für eine Ressource dient. |
| VIAF | Virtual International Authority File | ist eine virtuelle internationale Normdatei. Es ist ein Gemeinschaftsprojekt mehrerer Nationalbibliotheken und Bibliotheksverbünde, das durch das Online Computer Library Center (OCLC) betrieben wird. Das Projekt wurde 2003 von der Deutschen Nationalbibliothek und der Library of Congress initiiert und nahm 2012 seinen regulären Betrieb auf. Ziel des VIAF ist die Verknüpfung nationaler Normdateien (wie der von der Deutschen Nationalbibliothek betreuten Gemeinsamen Normdatei) zu einer weltweit einheitlichen virtuellen Normdatei. |
| WorldCat | World Catalogue | ist die weltgrößte bibliografische Datenbank, die Kataloge von tausenden Mitgliederbibliotheken des Online-Computer-Library-Center umfasst. Der Service wird von der OCLC Online Computer Library Center, Inc. betrieben, während die Inhalte von den teilnehmenden Bibliotheken bereitgestellt werden. WorldCat wurde nach eigenen Angaben im Jahr 1967 „als gemeinnützige, von Mitgliedern geführte Bibliotheksgemeinschaft“ gegründet. |
| ZDB | Zeitschriftendatenbank | ist die zentrale bibliografische Datenbank (Fachdatenbank) für Titel- und Besitznachweise fortlaufender Sammelwerke in Deutschland und Österreich, also etwa von Fachzeitschriften, Zeitschriften und Zeitungen. Die ZDB verzeichnet Nachweise nahezu aller deutschen wissenschaftlichen Bibliotheken und vieler sonstiger öffentlichen Bibliotheken und ist im Internet frei nutzbar. Die Zeitschriftendatenbank wird federführend von der Staatsbibliothek zu Berlin in Zusammenarbeit mit der Deutschen Nationalbibliothek, die für die technische Systembetreuung und -entwicklung zuständig ist, betreut |
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