Über die DBS
Die Deutsche Bibliotheksstatistik (DBS) ist die einzige nationale Statistik, die alle Bibliothekssparten umfasst und auf einheitlichen Definitionen basiert. Grundlage ist die Norm DIN EN ISO 2789 „Internationale Bibliotheksstatistik“, auf der die Definitionen der DBS beruhen.
Die Erstellung der DBS gehört zu den Aufgaben des Kompetenznetzwerks für Bibliotheken (KNB) und wird für dieses vom Hochschulbibliothekszentrum des Landes Nordrhein-Westfalen (hbz) durchgeführt. Das KNB wird über die Kultusministerkonferenz (KMK) durch die deutschen Bundesländer finanziert.
Die DBS wurde Mitte der 1970er Jahre eingeführt und dient seither als zentrales Instrument zur Darstellung und Analyse der Entwicklung des Bibliothekswesens in Deutschland.
Erfasst werden bibliothekarische Kennzahlen aus unterschiedlichen Bereichen, darunter Bestände, Nutzung, Personal, Ausstattung und Dienstleistungen. Neben Öffentlichen und Wissenschaftlichen Bibliotheken beteiligen sich auch Spezialbibliotheken und Schulbibliotheken an der Statistik.
Die Koordination und Weiterentwicklung der DBS erfolgt in enger Abstimmung mit den Bibliotheken selbst, durch Steuerungsgruppen, um die Datenerhebung kontinuierlich an neue Anforderungen im Bibliothekswesen anzupassen.
Ziel der Statistik ist es, eine verlässliche und vergleichbare Datenbasis bereitzustellen, die sowohl für die Steuerung und Planung innerhalb der Bibliotheken als auch für Politik, Wissenschaft und Öffentlichkeit von Bedeutung ist.
Die Ergebnisse werden als jährliche Gesamtauswertungen sowie in einer zentralen Online-Datenbank veröffentlicht. Dort können Nutzende Daten einsehen, eigene Auswertungen vornehmen und die Entwicklung von Bibliotheken über mehrere Jahre hinweg nachvollziehen.
Die DBS ist zudem eng mit europäischen und internationalen Erhebungen verknüpft und ermöglicht damit Vergleiche über nationale Grenzen hinaus.
Über die ÖBS
Die Österreichische Bibliotheksstatistik (ÖBS) nutzt die Infrastruktur der DBS und enthält die Daten der österreichischen wissenschaftlichen Bibliotheken seit dem Berichtsjahr 2008. Partner ist die obv.sg.
Vorteile für Bibliotheken
Die DBS/ÖBS stellt verlässliche statistische Kennzahlen zum Bibliothekswesen bereit. Sie ermöglichen Vergleiche zwischen Bibliotheken, bilden Entwicklungen in Zeitreihen ab und schaffen eine fundierte Grundlage für Analyse, Planung und Kommunikation.
Die DBS/ÖBS unterstützt Bibliotheken dabei,
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die eigene Leistung systematisch zu analysieren und sichtbar zu machen,
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sich mit Bibliotheken gleicher Sparte und Größenordnung zu vergleichen,
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Entwicklungen über mehrere Berichtsjahre hinweg zu betrachten,
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Entscheidungs- und Planungsprozesse datenbasiert zu untermauern,
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Trends frühzeitig zu erkennen und strategisch darauf zu reagieren,
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Argumentationshilfen gegenüber Trägern, Politik und Öffentlichkeit zu nutzen,
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die Daten für Öffentlichkeitsarbeit und Verhandlungen mit Geldgebenden einzusetzen,
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einen Überblick über das deutsche Bibliothekswesen sowie das wissenschaftliche Bibliothekswesen in Österreich zu gewinnen.