- Erstellt von Dr. Renate Voget, zuletzt aktualisiert von Dr. Philip Gross am 17.11.2025 Lesedauer: 4 Minute(n)
Was ist OJS?
Die Open Source Software OJS (Open Journal Systems) wird von der PKP Community - dem Public Knowledge Project - seit über 20 Jahren entwickelt und dient der Publikation von Open-Access-Zeitschriften. Sie ermöglicht weltweit die Umsetzung von Best Pratices im Diamond OA.
Serviceumfang
Als zentraler Infrastruktur-Provider für NRW Hochschulbibliotheken bietet das Hochschulbibliothekszentrum NRW (hbz) technisches Setup, Hosting und Wartung für OJS an. Das Angebot umfasst eine eigene OJS-Multi-Journal-Instanz unter einer hochschuleigenen Domain. Die Bibliotheken übernehmen die Konfiguration ihrer OJS-Instanz und betreuen die Forschenden ihrer Einrichtung (vgl. Abb.1: Kooperationsmodell).
Sie haben sowohl die Möglichkeit, erstmalig eine neue OJS-Instanz an Ihrer Hochschulbibliothek einrichten zu lassen, als auch Ihre bestehende OJS-Instanz auf die zentrale OA-Infrastruktur des Landes zu migrieren.
Unsere Serviceleistungen umfassen:
- Setup, Hosting und Wartung einer OJS-Multi-Journal-Instanz
- Versions-Upgrades
- Bereitstellung einer Testumgebung vor Produktivphase
- Speicherung und Bereithaltung der gelieferten Inhalte in gesicherter Rechenzentrumsumgebung
- Installation und Updates von zentral ausgewählten Plugins
Ergänzende Service- und Supportstruktur
- deutschsprachiges Tutorial zu OJS Version 3.3 im Kontext der landesweiten, zentralen Infrastruktur für OA-Journals
- regelmäßige Anwender:innentreffen, sog. OJS-Austauschrunden
- Modellinstanz, auf der Sie die Funktionalitäten der zentral gehosteten Infrastruktur nachvollziehen können
- für unsere Kooperationspartner: geschlossene Arbeitsbereiche
- für unsere Kooperationspartner: Technischer Support per Ticketsystem
Diamond Open Access
Unsere OJS-Instanzen sehen die Publikation von Diamond-Open-Access-Zeitschriften vor.
OJS-Funktionsumfang
Um einen möglichst effizienten Betrieb und eine adäquate Betreuung zu gewährleisten, bieten wir OJS in einem standardisierten Setup an. Dies ermöglicht den Anwender:innen den Zugriff auf die wichtigsten OJS Kernfunktionalitäten. Zum Funktionsumfang gehören:
Bibliothekarische Kernfunktionalitäten | Editorische Kernfunktionalitäten |
|---|---|
OJS-Rolle "Administrator": vollumfängliche Rechte für die gesamte OJS-Instanz, d.h. sämtlicher Zeitschriften inkl. Benutzer/innen-Verwaltung und Rechtemanagement | OJS-Rolle "Zeitschriftenverwalter/in": vollumfängliche Rechte für eine Zeitschrift, |
DOI-Vergabe bei Crossref / DataCite (durch Mitgliedschaft bei DataCite oder | Verlagsspezifisches Rollen- und Rechtemanagement (z.B. Zeitschriftenverwalter/in, |
Vergabe von bibliografischen und administrativen Metadaten | Peer-Review-Verfahren (blind, double-blind) |
Funktionen für Vertriebseinstellungen (Rechtemanagement durch | Redaktioneller Workflow |
OAI-PMH-Schnittstelle und REST API | Einreichungsworkflow für Autor:innen |
Publikation von Ausgaben oder laufend von Artikeln | |
OJS-Standard-Layouts für Zeitschriften-Webseiten und Landing Page einer OJS-Instanz ("Default-Theme") bzw. Gestaltung der Nutzeroberfläche auf Basis eines CSS-Stylesheets | Veröffentlichung von Artikeln in PDF |
Optional: Einbindung von CSS-Stylesheets zur Gestaltung | Veröffentlichung von Artikeln in HTML ist unter bestimmten |
Publikation von Supplements in allen Dateiformaten mit max. | |
OJS-Plugins
OJS verfügt über eine Vielzahl an PKP-Plugins, die Sie selbst in OJS aktivieren und deaktivieren können. Um Updates und Upgrades so effizient wie möglich zu gestalten, setzt die Infrastruktur in weiten Teilen auf die Out-of-box Plugins von OJS. Diese werden langfristig durch PKP entwickelt und gewartet. Derzeit werden u.a. folgende Plugins zur Verfügung gestellt:
- Crossref-Export/Registrierungs-Plugin: Artikel-Metadaten im Crossref-Format exportieren oder registrieren.
- DataCite-Export/Registrierungs-Plugin: Exportieren oder registrieren Sie Metadaten zu Ausgaben, Artikeln, Fahnen und Zusatzdateien im DataCite-Format.
- DOAJ-Export-Plugin: Zeitschrift für DOAJ exportieren.
- Natives XML-Plugin: Artikel und Ausgaben in OJS' nativem XML-Format importieren und exportieren
- Google Scholar-Plugin: erlaubt das Harvesten durch Google Scholar
- QuickSubmit-Plugin: erlaubt den Redaktionsworkflow zu umgehen und eine Einreichung direkt für die Publikation vorzusehen, z.B. im Fall von bereits veröffentlichter Artikel
- DNB-Export-Plugin: dient der automatischen Einlieferung von Pflichtexemplaren bei der DNB per Hotfolder-Verfahren
- Matomo-Plugin: bietet verlässliche und umfassende Nutzungsstatistiken von Journal-Webseiten und Publikationen
- Honeypot-Plugin: präventive Abwehr von Spamaccounts durch Bots
Eine vollständige Liste zum aktuellen Stand der Plugin-Auswahl finden Sie hier.
Schritt für Schritt bis zur eigenen OJS-Instanz
Als Bibliothekar:in sind Sie Ansprechpartner:in für die Forschenden Ihrer Institution und übernehmen die Konfiguration der OJS-Instanz. Die Konfiguration findet vollständig in der Nutzeroberfläche in OJS statt. Ganz wesentlich ist eine Selbstlernphase, während der Sie sich mit OJS vertraut machen. Wir sehen folgende Schritte vor (vgl. auch Abb. 2: Schritte bis zur Produktivinstanz):
- Erstkontakt und Beratungsgespräch
- Einrichtung einer Testinstanz durchs hbz
- Zeitlich nicht begrenzte Selbstlernphase unter Nutzung Ihrer OJS-Testumgebung (vgl. OJS-Tutorial (Version 3.3))
- Gemeinsam mit Forschenden eine Pilotzeitschrift in der Testumgebung unter Ihrer Anleitung aufsetzen
- Umstellen auf Produktivinstanz - die während der Testphase erstellten Zeitschriften werden vollständig beim GoLive übernommen.
OJS-Austauschrunden
Das Open-Access-Team des hbz veranstaltet regelmäßig online die OJS-Austauschrunde für Admins. Dort befassen wir uns mit Fragen zur Nutzung der Software und angrenzenden Thematiken. Der kooperative Austausch steht allen Admins von OJS an einer NRW Hochschule offen und ist nicht auf die Kooperationspartner des hbz begrenzt.
Kontakt
Ansprechpartner |
|---|
| Dr. Philip Gross |
Tel: +49-221-40075-245 |
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Kooperationsmodell
Abb.1: Kooperationsmodell

Abb.2: Schritte bis zur Produktivinstanz