Bereits am gestrigen Donnerstag wurde Version 7.102 ins Produktionssystem übernommen.
Anlaß für die Freigabe bereits kurz nach der Veröffentlichung von Version 7.101 war im wesentlichen die Beseitigung einer unerwünschten offenen Weiterleitungsfunktion:
Im Bereich der E-Ressourcen / Weiteren Quellen / ... finden sich Links auf die Original-Oberflächen der nachgewiesenen Zeitschriften, Datenbanken usw. Diese sind allerdings nicht direkt verlinkt, sondern es erfolgt zunächst ein Aufruf einer DigiBib-Funktion für Kontroll- und Statistikzwecke, die die Nutzer:innen dann auf die eigentliche URL weiterleitet(1).
Erfolgte der Aufruf der genannten DigiBib-Funktion allerdings mit der ID eines nicht existierenden DigiLink-Datensatzes, gab es ein Problem in der Fehlerbehandlung, der dazu führte, daß statt der beabsichtigten Anzeige einer Fehlermeldung in diesen Fällen immer eine Weiterleitung zu der übergebenen - und dabei beliebig wählbaren - URL ausgelöst wurde.
Die Problematik dieses Verhaltens bestand darin, daß unaufmerksamen Personen Links untergeschoben werden konnten, die zunächst auf eine vertrauenswürdige Domain (<standort>.digibib.net) führten, von dort aber zu beliebigen - potentiell böswilligen - Webseiten weiterleiteten. Daraus allein entstand kein Schaden, aber wenn Nutzer:innen die durch die Umleitung geänderte URL in der URL-Zeile des Browsers nicht registrierten, hätten sie theoretisch dieser Zielseite ein unangemessenes Vertrauen entgegenbringen können.
Dieses Täuschungsmanöver wird seit gestern unterbunden.
Die zweite größere Änderung in diesem Release war die Implementierung eines generischen Moduls für die Integration von OCLC OPEN Katalogen in die Metasuche. Dieses Bibliothekssystem bietet eine REST-API, über die neben anderen Funktionen auch eine Suche in den Katalogdaten möglich ist. Da einige Öffentliche Bibliotheken mit dem Umstieg von Vorgänger-Systemen zu OPEN die Lizenzierung vorhandener Z39.50-Server beendet haben, mußte für diese DigiBib-Partnerbibliotheken ein neuer Weg gefunden werden, um die Katalogrecherche weiterhin anbieten zu können.
Im Zuge der Tests der OCLC OPEN Integration wurde zudem ein bereits sehr lange bestehendes Problem bei der Verarbeitung eines internen Parameters entdeckt, der unter bestimmten Umständen dazu führen konnte, daß es auf Folgeseiten einer Metasuche jenseits der sechzigsten oder siebzigsten Trefferliste gelegentlich zu Fehlermeldungen kam. Auch dieser Fehler wurde nun behoben.
(1) Das ist etwas verkürzt dargestellt. Tatsächlich wird hier für Nachweise aus DBIS und der EZB zunächst wiederum eine analog arbeitende Funktion in diesen Systemen aufgerufen, bevor dann dort letztendlich die Weiterleitung zum eigentlichen Angebot erfolgt. Auf diese Weise stellt die DigiBib sicher, daß auch in EZB und DBIS vollständige Nutzungsstatistiken erfaßt werden können.
Statistikdaten für DigiLink werden ebenfalls bereitgestellt, aber dies erfolgt über interne Kommunikation zwischen DigiBib und DigiLink.
Soeben wurde Release 7.101 der DigiBib freigegeben.
Mit diesem Release wird ein größeres Paket an Anpassungen zugunsten der Barrierefreiheit der DigiBib eingeführt. Die Wahrung und Verbesserung der Barrierefreiheit ist ein ständiges Anliegen (DOX-619), dem in diesem Fall durch die Anwendung softwarebasierter Tests zur Schwachstellenfindung mit anschließender Behebung nachgekommen wird (DOX-761). Die Verbesserungen in diesem Paket konzentrieren sich in erster Linie auf eine bessere Verwendbarkeit mit Screenreadern, weitere Maßnahmen sind geplant.
Außerdem wurde die Anzeige der im hbz-Verbund neu eingeführten Provenienzinformationen in IntrOX implementiert (MARC 361; DOX-2296). Die Darstellung orientiert sich am K10plus-Verbundkatalog und wird mit einem späteren Release analog auch für den hbz-Web-Katalog umgesetzt. Wenn Sie das Suchfeld "Provenienz" in Ihrer DigiBib-Sicht aktivieren lassen möchten, geben Sie uns einfach kurz Bescheid (via Jira oder DigiBib-Kundensupport).
Die Einzeltrefferanzeige wurde im Bereich "Sonstiges" ergänzt um die Fingerprinterkennung (MARC 026) und Redaktionelle Bemerkungen (MARC 591; beides DOX-2303) sowie Standardnummern alter Drucke (MARC 024: VD16, VD17 und VD18; DOX-2301).
Nachdem in Release 7.100 die Open-Access-Erkennung von OERSI-Ressourcen verbessert wurde, erfolgt nun auch eine explizite Kennzeichnung von "Open Educational Resources" in der Literaturtypfacette (DOX-2294).
Zur Auswertung von temporären Signaturen wird nicht länger eine bibliotheksspezifische Konfiguration der temporären Standorte benötigt; stattdessen werden diese nur bei Nichtübereinstimmung von aktuellem und permanentem Standort berücksichtigt (DOX-1184), sowohl in IntrOX als auch im hbz-Web-Katalog.
Im hbz-Web-Katalog werden Bestandsnachweise ohne Inventar (z. B. bei Überordnungen) wieder angezeigt, nachdem sie in Release 7.92 ausgefiltert worden waren.
Mit der Umstellung von hbz-FIX auf MARC-Lieferungen entfallen einige historisch gewachsene Sonderbehandlungen bei der Datenauswertung, so dass eine zunehmende Angleichung an IntrOX erfolgen kann.
Auch im EDS-Kontext gab es einige kleinere Anpassungen bei der Auswertung von Links, um (seltene) fehlerhafte Einstufungen von Links als Volltext-Links zu vermeiden (DOX-2309).
Neben weiteren Fehlerbehebungen und internen Umbauten wurden auch einige Übersetzungen angepasst/hinzugefügt (DOX-2290).