Seit dem letzten diesbezüglichen Blog-Post wurden die Releases 7.95 und 7.96 veröffentlicht.
Im IntrOX-Kontext besonders hervorzuheben sind die ersten praktischen Auswirkungen der Einführung eines neuen DigiBib-internen Datenformats für Suchergebnisse (vgl. Release 7.94): Normierte und nicht normierte Schlagwörter werden nun getrennt angezeigt und sie wurden mit einem Link hinterlegt, der eine interne Suche nach dem jeweiligen Schlagwort auslöst.
Momentan und auf absehbare Zeit werden altes und neues Datenformat noch parallel geführt, denn es sind noch längst nicht alle Datenfelder in das neue Format überführt worden. Zugleich hat die zunächst rein interne Mitführung es erlaubt, einige Kinderkrankheiten zu finden und zu beheben, ohne damit den Produktionsbetrieb zu stören.
Für die Suche, mehr aber für die Möglichkeit zielgenauer externer Verlinkungen wurde im hbz-Web-Katalog in den Freitext- und Körperschaftssuchfeldern die Suche nach GND-ID ermöglicht (vgl. Release 7.94).
Analog wurde in den IntrOX-Katalogen ebenfalls im Freitextsuchfeld die Suche nach GND-ID ermöglicht (in den Personen-, Körperschafts- und Schlagwortsuchfeldern bestand diese Möglichkeit bereits).
Im OpenURL-Resolver, der automatisch jeder Bibliothek als Teil ihrer DigiBib-Sicht zur Verfügung steht, wurde die Verarbeitung von bestimmten Parameter-Kombinationen verbessert, um präzisere Ergebnisse liefern zu können: trotz Standardisierung besteht eine gewisse Wahlfreiheit bei der Belegung von Feldern wie title, atitle, btitle und jtitle und nicht in allen Fällen war die Auswertung bislang optimal.
Während der beiden Release-Zyklen erlebte die DigiBib außerdem mehrere Wellen von Abfragen durch unbekannte Crawler, d. h. irgendjemand rief aus unbekannten Gründen massenhaft Webseiten der DigiBib ab. Nachdem dies am ersten Wochenende zu einigen für die Nutzer:innen merklichen Einschränkungen des Betriebs geführt hatte, konnten diese durch Anpassungen der Konfiguration und einige Maßnahmen zur Skalierung der Systeme anschließend verhindert werden.
Die Massenzugriffe liefen jedoch über einen langen Zeitraum weiter und treten nach wie vor auf. Sie lassen sich auch nicht effektiv blockieren, da sie offensichtlich bewusst so gestaltet sind, dass sie sich nicht nennenswert von regulären Zugriffen unterscheiden (inkl. der Nutzung einer Vielzahl von weltweit verteilten IP-Adressen).
Grundsätzlich handelt es sich nicht um echte "Angriffe", so dass die DigiBib diese Zugriffe zunächst einfach aussitzen kann. Gleichwohl ist in den letzten Wochen einiges an Ressourcen in die Überarbeitung von Log-Meldungen, Webserver-Konfigurationen und die Planung von ausgefeilteren Gegenmaßnahmen geflossen, deren sukzessive Umsetzung uns noch eine Weile begleiten wird.
Abschließend kann mit der "Bremischen Bibliographie" auch wieder ein Neuzugang in der Liste der Metasuche-Datenbanken vermeldet werden, mit dem die Abdeckung der Regionalbibliographien in Deutschland weiter vervollständigt wurde.