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Inhalt:

 
Verbunddienstleistungen
Verbundrichtlinien und Geschäftsgangs-regelungen

1. Arbeitsvereinbarungen für die Titelkatalogisierung

1.1. Allgemeines

Hinweis:
Die einzelnen Feldinformationen sind im Alma-Metadateneditor hinterlegt.
Im Folgenden werden Arbeitsvereinbarungen aufgeführt, die bestimmte Geschäftsgänge oder mehrere Felder betreffen.


Datensatzlevel

00 Default Level: noch nicht in IZ/NZ gespeicherte Titelaufnahmen

50 Basic Level: Bestell-Aufnahmen, Mindestkatalogisate

60 Senior Level: Standard für Titelaufnahmen

90 Expert Level: Standard für ZDB-Titelaufnahmen

1.1.1. Wichtige Identifikationsnummern

Diese wichtigen Identifikationsnummern dürfen nicht verändert werden, wenn sie sich auf die vorliegende Ressource beziehen.

MARC 035 ## $$a (DE-605): hbz-Identifikationsnummer

MARC 035 ## $$a (DE-599) (Identifikationsnummer des erst erfassenden Verbundes): siehe Punkt 5 Kataloganreicherung

MARC 035 ## $$a (DE-600) ZDB-Titel-Identifikationsnummer

MARC 035 ## $$a (ELiSA) Bestellsystem des hbz, ELi:SA

MARC 035 ## $$a (hbzERes_...) Präfix für zentral verwaltete E-Books

1.1.2. MARC LDR / MARC 007 / MARC 008 

1.1.2.1. Belegung für Autopsie

MARC LDR, Pos. 17

Folgende Codierungsstufen sollen verwendet werden

  • # (Raute) - vollständige Ebene (Autopsie)
    • nur belegen bei vollständig überprüften Angaben (Ausnahme: Bestellaufnahmen sollen generell den Wert "#" enthalten, siehe auch Punkt 1.2 Bestellaufnahmen 
  • 1 - Vollständige Ebene, Material nicht geprüft (teilweise Autopsie)
    • nur ein Teil der Angaben kann überprüft werden (z.B. bei Fremddatenaufnahmen)
  • 2 - weniger als vollständige Ebene, Material nicht geprüft (ohne Autopsie)
  • 8 - Vorabdruck-Ebene (CIP-Aufnahme)
  • z - Nicht anwendbar (keine Angabe)

Sofern in Fremddaten oder Retro-Aufnahmen der Wert "2" (= ohne Autopsie) enthalten ist, so ist dieser nach abschließender Bearbeitung der Titelaufnahme durch den Wert "#" zu ersetzen.

Wenn die Codierungsstufe in LDR, Pos. 17 geändert wird, zum Beispiel von "2" nach "#", dann müssen anschließend alle MARC-Felder 964 gelöscht werden. Das ist notwendig wegen der Übertragung der Änderung nach Aleph. 

1.1.2.2. Belegung für physische Beschreibung und Codierung

Zur Belegung von Formularfeld MARC 007 und MARC 008 siehe die einzelnen Ressourcentypen bei MARC 21 kompakt für Titeldaten

Hinweis: Weitere Festlegungen folgen wenn keine Konvertierung mehr zwischen MARC und MAB erforderlich ist.

1.1.3. Selektionskennzeichen

Verschiedene Selektionskennzeichen sind zu löschen, nachdem die betreffenden Titelaufnahmen bearbeitet worden sind:

MARC 960 1# 

"uoov" (= Unterordnung ohne Verknüpfung) bei Dummy-Reihen aus Offline-Einspielungen aus den Retrokonversionsprojekten, sobald die korrekte Verknüpfung vorgenommen wurde

"alt", nachdem eine Altdatenaufnahme umgeschrieben wurde bzw. ein Satz, der in der Anfangszeit des BIS-Systems behelfsweise für Nebeneintragungen unter beigefügten oder enthaltenen Werken diente, gelöscht wurde

„mbalt“ (= maschinell bearbeitete Altdaten), nachdem eine maschinell bearbeitete Altdatenaufnahme per Autopsie bearbeitet wurde

"uwov" (= unselbständiges Werk ohne Verknüpfung) nach erfolgter Verknüpfung

"bestellt" bei Bestellaufnahmen, wenn die Titelaufnahme nach Lieferung der Ressource endgültig bearbeitet werden kann

"Mindestkatalogisat" (s.a. Punkt 1.2. Mindestanforderungen für die Katalogisierung für Bibliotheken ohne Fachkräfte)

"retro" Das Kennzeichen "retro" wurde für Titelaufnahmen aus der Retrokonversion des ehemaligen Zettelkatalogs des Zentralkatalogs Nordrhein-Westfalen verwendet. Werden diese Aufnahmen nach Autopsie bearbeitet, so ist das Selektionskennzeichen zu entfernen.

1.1.4. Bandangaben

MARC 773 08 $$q: Es sind generell keine Klammern zu erfassen. Bei Bedarf kann eine numerische, alphabetische oder alphanumerische Fingierung angegeben werden.
Vorgefundene Fingierungsschemata sollen nach Möglichkeit beibehalten werden, es sei denn, sie sind unpraktikabel oder müssen erweitert werden. Bei alphabetischen Fingierungen muss darauf geachtet werden, einheitlich entweder nur mit Großbuchstaben oder nur mit Kleinbuchstaben zu fingieren, da sonst (in Aleph) anders sortiert wird (Großbuchstaben sortieren vor Kleinbuchstaben).

1.1.5. Hochschulort in normierter Form

MARC 751 ##: Der Hochschulort in normierter Form wird standardmäßig in MARC 751 zusätzlich zum Hochschulschriftenvermerk in MARC 502 erfasst. Es erfolgt eine Verknüpfung mit dem entsprechenden GND-Satz.

1.1.6. Nichtsortierzeichen bei am Anfang stehenden Artikeln

Nichtsortierzeichen bei am Anfang stehenden Artikeln sollen in allen Titel-Feldern gesetzt werden, die als Phrase indiziert sind. 
Betroffen sind die folgenden Felder:
MARC: 130, 240, 242, 245 XX $$a, 245 XX $$p, 246 XX $$a, 247 00 $$a, 249 ## $$a, 490 XX $$a, 505 80 $$t, 773 08 $$t, 775 08 $$t, 776 08 $$t

s.a. Alma: https://knowledge.exlibrisgroup.com/Alma/Product_Documentation/Alma_Online_Help_(Deutsch)/044Metadatenverwaltung/070Durchsuchen_und_Suchen/010Titel-Indexeintr%C3%A4ge_durchsuche

1.1.7. Umarbeitung einer einzelnen Einheit in eine mehrteilige Monografie

Die Überordnung sollte separat neu erstellt werden. Der bestehende Titelsatz der einzelnen Einheit wird in einen TUT bzw. TAT umgearbeitet, damit der Bestandsnachweis am korrekten Titelsatz verzeichnet ist. Er wird mit der neu erstellten Überordnung verknüpft. Alle besitzenden Bibliotheken müssen benachrichtigt werden, damit die neu erstellte Überordnung mit der jeweiligen IZ verknüpft werden kann. 

Sonderfall: Die erste Bibliothek, die den neuen Band bearbeitet, besitzt nicht den ursprünglich erschienenen Band (die bisherige einzelne Einheit). In diesem Fall soll folgendermaßen verfahren werden: Der bisherige Titelsatz wird als Grundlage für die neue Überordnung genommen, für den neuen Teil wird ein neuer Titelsatz (TUT oder TAT) angelegt. Der bestehende Titelsatz der einzelnen Einheit bleibt zunächst unverändert. Die Bibliotheken, die an diesem hängen, werden benachrichtigt, um aus der einzelnen Einheit einen TUT bzw. TAT zu erstellen und mit der neu erstellten Überordnung zu verknüpfen. Falls die Überordnung anhand des ersten vorliegenden Teils verändert wird, müssen die weiteren verknüpften Teile entsprechend angepasst werden.

1.1.8. Bestandssätze an Überordnungen physischer Ressourcen

Bestandssätze zu Überordnungen müssen standardmäßig nicht erstellt werden. Wenn weiterführende Angaben erfasst werden sollen, können Bestandssätze angelegt werden.

Hinweis: Bei Bestandssätzen müssen in MARC 852 mindestens die Unterfelder b und c erfasst werden.

1.2. Bestellaufnahmen

Bestellaufnahmen werden im Datensatzlevel 50 erfasst.

LDR, Pos. 17: Die Codierungsstufe wird mit # vollständige Ebene belegt.

MARC 960 1# $$b: Das Selektionskennzeichen "bestellt" wird eingefügt (CV-Liste). Bei Eintreffen der Vorlage und endgültiger Bearbeitung der Titelaufnahme ist das Selektionskennzeichen wieder zu löschen. In bereits vorhandene Titelaufnahmen darf das Selektionskennzeichen nicht eingefügt werden. 

MARC 1XX/7XX: Verknüpfungen zu Normdaten sind nicht obligatorisch. Bei Eintreffen der Vorlage und endgültiger Bearbeitung soll die Normdatenverknüpfung eingefügt werden. Es gilt GND Handbuch, Kapitel 9.1. Bei der Verwendung von Fremddaten für Bestellaufnahmen wird empfohlen, die bereits enthaltenen Normdatenverknüpfungen bis zum Eintreffen der Vorlage ungeprüft zu übernehmen.

Bestellaufnahmen aus dem Erwerbungsportal ELi:SA

Bestellaufnahmen mit
Präfix in MARC 21 035 ## $$a (ELiSA)   und
MARC 21 960 1# $$b "bestellt"             und
Katalogisierungslevel ungleich 50
werden täglich auf das Katalogisierungslevel 50 zurückgesetzt (mit oder ohne Bestand).


"Phantom-Werke" siehe 1.6.


Mindestkatalogisate

Aufgrund der personellen Ausstattung in kleineren Bibliotheken (wie z.B. Institutsbibliotheken) ist es nötig, für die Eingabe von Katalogisaten in die Alma NZ Mindeststandards festzulegen, da in diesen Bibliotheken nur geringerer Aufwand geleistet bzw. geringere Anforderungen erfüllt werden können.

Grundsätzlich gilt:
Die nach diesen Mindestanforderungen erstellten Titelaufnahmen erhalten Datensatzlevel 50 und in 960 1# $$b "Mindestkatalogisat" (CV-Liste).

In Mindestkatalogisaten sind nur die in RDA DACH festgelegten Standardelemente obligatorisch zu erfassen. Darüber hinaus ist natürlich auch die Erfassung weiterer Elemente möglich, aber nicht notwendig.
Auf GND-Verknüpfungen wird verzichtet. Ebenso wird bei Teilen mit unabhängigem Titel auf die Verknüpfung mit der Überordnung verzichtet. Gesamttitel und Bandzählung gehen lediglich aus 490 hervor. 

Zur Erfassung solcher Aufnahmen werden Vorlagen (NZ Mindestkat...) angeboten. 

Bei der Nutzung dieser Katalogisate durch Bibliotheken, die auf dem Standard-Level katalogisieren, werden diese Titelaufnahmen entsprechend den allgemeinen Vereinbarungen angepasst, insbesondere werden die "Verknüpfungen" zu Normdatensätzen und Überordnungen hergestellt und anschließend das Selektionskennzeichen "Mindestkatalogisat" in MARC 960 1# $$b gelöscht.

1.3. Unselbständige Werke

1.3.1. Allgemeines

Es wird davon ausgegangen, dass im Regelfall die zu dem unselbständigen Werk zugehörige Überordnung ebenfalls in der Alma NZ nachgewiesen ist und daher eine Verknüpfung hergestellt werden kann.
Im hbz-Verbund werden unselbständige Werke folgendermaßen katalogisiert (s.a. Vorlage ".NZ Unselbstständiges Werk"):

Fundort innerhalb der Quelle
Der Fundort innerhalb der Quelle kann zusammengesetzt oder/und in strukturierter Form erfasst werden.

zusammengesetzte Angabe der einzelnen Elemente:

MARC 
773 08 $$g zusammengesetzte Angabe der einzelnen Elemente
773 08 $$w Identnummer der Quelle (Überordnung)


strukturierte Angabe

MARC
773 18
$$gvolume: Bandzählung
$$gnumber: Heftzählung
$$gyear: Berichtsjahr
$$gday: Tageszählung
$$gmonth: Monatszählung
$$gpages: Seitenangabe
$$gextent: Gesamtzahl der Aufsatzseiten
$$gelocationid: nicht-standardisierte verlagseigene ID ("Artikel-ID") von Online-Publikationen
$$gsupplement: ergänzende angaben (wie "Sonderheft", "Sonderbeilage", ...)
$$gpart: Zählung der Einzelteile mehrteiliger größerer Einheiten, z. B. der Bänder mehrteiliger Monografien
$$gposition: Position, wo eine Seitenangabe nicht möglich ist, z. B. Tracknummern einer CD
$$gpartend: Teil, in dem das unselbständige Werk endet (wenn ungleich "part:")
$$gpositionend Position, an der das unselbständige Werk in letztem Teil endet
$$w Identnummer der Quelle (Überordnung)

Beispiel:

MARC
773 08 $$g 139, Heft 2 (2010), Seite 197-221
773 08 $$w (DE-600)...
773 18 $$gvolume: 139
            $$gnumber: 2
            $$gyear: 2010
            $$gpages: 197-221
            $$w (DE-600)...


Sonderfall: Unselbständiges Werk erstreckt sich über mehrere physische Einheiten

Beispiel:
In einer CD-Box liegt die Aufnahme aller zehn Sinfonien von Gustav Mahler vor. Die einzelnen Sinfonien werden als unselbständige Ressourcen katalogisiert. Die Sinfonie Nr. 9 ist auf CD 7 (Sätze 1 und 2 als Tracks Nr. 2 und 3) und CD 8 (Sätze 3 und 4 als Tracks Nr. 1 und 2) aufgeteilt.

MARC
773 08 $$g CD 7, Tracks2-3, CD 8 Track 1-2
773 08 $$w (DE-605)...
773 18 $$gpart: 7
            $$gposition: 2
            $$gpartend: 8
            $$gpositionend: 2
            $$w (DE-605)...

1.3.2. Mehrteilige unselbständige Werke

Mehrteilige Aufsätze werden (im Gegensatz zu mehrteiligen Monographien) nicht hierarchisch beschrieben. Stattdessen erhält jeder Teil des Aufsatzes eine eigene Aufnahme, ohne dass zusätzlich eine übergeordnete Gesamtaufnahme angelegt wird. Angaben, die den Teil spezifizieren (eine Zählung und/oder eigene Titel des Teils) werden jeweils nach Komma, Spatium direkt an den Haupttitel des Aufsatzes angeschlossen.
Wenn der erste Teil über keine ihn spezifizierenden Angaben verfügt, werden keine fingierten Zählungen u.ä. ergänzt.
Beispiel 1
Katalogisiert wurde ein zweiteiliger Aufsatz. Dem Titel des Aufsatzes ist jeweils eine Angabe zum Teil beigefügt.
1. Teil

MARC
245 10 $$a <<Die>> neue Strahlenschutzgesetzgebung, Teil 1
            $$c by Evelyn Bohrer, Stefan B. Schäfer, Gabriele A. Krombach


2. Teil

MARC
245 10 $$a <<Die>> neue Strahlenschutzgesetzgebung, Teil 2
            $$c by Evelyn Bohrer, Stefan B. Schäfer, Gabriele A. Krombach


Beispiel 2
Katalogisiert wurde ein dreiteiliger Aufsatz. Die Teile verfügen über eine Zählung und/oder eine Benennung des Teils.
1. Teil

MARC
245 10 $$a <<Ein>> fast vergessenes Kapitel der Zeitschichte, 1. Teil, Aus Besatzern werden Verbündete
            $$b Belgische Soldaten in Waldeck
            $$c von Johannes Grötecke

2. Teil

MARC
245 10 $$a <<Ein>> fast vergessenes Kapitel der Zeitschichte, 2. Teil, Leben und Lernen wie in der Heimat
            $$b Belgische Soldaten in Waldeck
            $$c von Johannes Grötecke

3. Teil

MARC
245 10 $$a <<Ein>> fast vergessenes Kapitel der Zeitschichte, Schluss, Abschied nach dem Ende des kalten Krieges
            $$b Belgische Soldaten in Waldeck
            $$c von Johannes Grötecke


1.3.3.  Angabe der Artikel-ID von Aufsätzen in Online-Publikationen

Wenn die Vorlage durchlaufende Seitenzählungen aufweist, dann sind diese unbedingt anzugeben. Die Angabe der Artikel-ID ist fakultativ möglich.
Wenn die Vorlage keine durchlaufende Seitenzählung aber Artikel-IDs aufweist, so wird die Angabe der Artikel-ID empfohlen.

Beispiel:

MARC
773 08 $$g Band 90 (2018), Artikel_ID 2, 25 Seiten

1.4.1. Links zwischen übergeordneten und untergeordneten Titelsätzen 

Bei Verknüpfungen zu Überordnungen MARC 773 / 830, $$w und bei Verknüpfungen zu selbständigen Ressourcen (MARC 773, $$w) werden die Verknüpfungsfelder immer im untergeordneten Titelsatz belegt.

Links bei der Angabe von Bezugswerken

Das Linking ist möglich in MARC 770-787.
Hinweis: Zwischen früheren und späteren Ausgaben bei einzelnen Einheiten werden keine Verlinkungen erstellt, da gemäß RDA Nachfolgebeziehungen auf Manifestationsebene nicht vorgesehen sind.

Der Aufbau der Verlinkung zwischen Titeldatensätzen erfolgt in Alma innerhalb einer Instanz (IZ/NZ) über einen automatisierten Prozess, der einmal täglich durchgeführt wird. Erst danach steht die Verlinkung in der Ergebnisliste über die Funktion „Andere Details" →  „Verknüpfte Datensätze“ zur Verfügung. Eine Verlinkung zwischen Titeldatensätzen, die zentral in der NZ verwaltet werden, mit Titeldatensätzen in der IZ findet nicht statt.
Die Verlinkung zwischen gleichwertigen Bezugswerken erfolgt über $$x oder $$z. Eine Verlinkung über $$w (HBZ-Identifikationsnummer oder ZDB-Identnummer) ist ebenfalls möglich. Sie ist in Alma grundsätzlich nicht notwendig, wenn stattdessen eine ISBN oder ISSN des Bezugswerks verwendet werden kann. 

Auswirkungen auf die Aleph-Verbunddatenbank 

Eine Aleph-Bibliothek, die eine Verlinkung wünscht, müsste in den Verlinkungsfeldern das Unterfeld $$9 ergänzen. Ein erfasstes bzw. durch die Konvertierung aus Aleph entstandenes $$w soll auf jeden Fall in Alma toleriert werden.

Anzeige der Link-Information

Die Art der Beziehung zwischen zwei Titeldatensätzen wird angezeigt, wenn man in der Ergebnisliste am gewünschten Titelsatz die Funktion „Andere Details“ -> „Verknüpfte Datensätze“ verwendet.

Bei der Verlinkung zwischen übergeordneten und untergeordneten Titeldatensätzen wird die Beziehung wie folgt angezeigt:

  • Teil von / enthält (NZ: Part of / Contains)

Bei der Verlinkung gleichwertiger Bezugswerke wird die Beziehung ausgehend vom gewählten Feld angezeigt:

  • 770: Ergänzung / Ursprung der Ergänzung (NZ: Supplement / Supplement Parent)
  • 772: Ursprung der Ergänzung / Ergänzung (NZ: Supplement Parent / Supplement)
  • 775: Andere Ausgabe (NZ: Other Edition)
  • 776: Andere physische Form (NZ: Additional Form)
  • 777: Herausgegeben mit (NZ: Issued with)
  • 780: Geht voran / Folgt nach (NZ: Precedes / Succeeds)
  • 785: Folgt nach / Geht voran (NZ: Succeeds / Precedes)
  • 787: Andere Zuordnung (NZ: Other relationship)

1.5. Integrierende Ressourcen

Loseblattsammlungen
Für den hbz-Verbund wurde entschieden, dass Loseblattsammlungen primär in der Alma NZ verzeichnet werden und nicht in der ZDB. Eine dazu parallel auf CD-ROM (Beispiel: "Handbuch E-Learning") oder als Online-Ressource (integrierend) erscheinende Ausgabe wird hingegen primär in der ZDB erfasst.

Dynamische E-Books
Eine Spielart integrierender Online-Ressourcen stellen dynamische E-Books dar, die bei inhaltlicher Aktualisierung als Online-Ausgabe integrierend, als Print-Ausgabe aber monografisch und als neue Auflage erscheinen.
Diese E-Books integrierender Art können z.B. bei juristischen Werken vorkommen. Ein weiteres Beispiel für dynamische E-Books sind die Living Reference Works von Springer.
Als Ort der Primärkatalogisierung für diese Ressourcen wird die Alma NZ festgelegt.

Beispiele:
Bewegung, Training, Leistung und Gesundheit (HT020483833)
The economy (HT021218402)

1.6. "Phantom-Werke" 

  • Bei einem vom Verlag zusammengestellten Angebot, welches unter einem (zeitweiligen) übergeordneten Titel mehrere Einzeltitel umfasst und eine eigene ISBN hat (im folgenden "Phantom-Werk" genannt), ist wie folgt zu verfahren:
    Für das Phantom-Werk wird keine Titelaufnahme in der Alma NZ erstellt, da es sich bei dem Gesamttitel nicht um eine bibliographische Angabe der Vorlage handelt. Für den (zeitweiligen) Pakettitel sollte ein lokaler Nachweis zu Erwerbungszwecken ausreichend sein.
  • Die ISBN des Phantom-Werks wird mit erläuternden Angaben bei den Einzeltiteln erfasst
  • Für den Titel des Phantom-Werks wird bei den Einzeltiteln eine Eintragung in MARC 246 3# $$a erstellt um Dublettenkäufe zu vermeiden (inkl. Erläuterung in MARC 500 ## $$a, z.B. "Zusammen mit weiteren Titeln erschienen mit der ISBN ... unter dem Titel ....") .

2. Allgemeine Redaktionsprinzipien für Titeldaten

2.1. Korrekturberechtigungen allgemein

Bei entsprechendem Katalogisierungslevel einer Titelaufnahme (nicht höher als 60) können in der Alma NZ alle Felder von den Alma-Verbundbibliotheken selbst korrigiert werden.

2.2. Korrekturen betreffend Verknüpfung zu Normdaten

Korrekturen an Verknüpfungsfeldern zu Normdaten können zwar von den Bibliotheken selbst durchgeführt werden. Sie sollten aber bei Körperschaften und Sacherschließung den hbz-Redaktionen gemeldet werden, da hier ggf. Folgekorrekturen (zum Beispiel: komplette Zusammenführungen von dubletten Normdaten) vorgenommen werden können. Korrekturen an Personenverknüpfungen müssen der GND-Redaktion des hbz nur bei unklaren Fällen gemeldet werden. S.a. GND-Redaktionskonzept

2.3. Korrekturen, die von den Bibliotheken selbst ausgeführt werden können

Die bearbeitende Bibliothek muss selbst Bestand zu der zu korrigierenden Aufnahme haben. Vorlageabhängige Korrekturen betreffend Titel, Ausgabevermerk, Verlag, Erscheinungsjahr und –ort sowie Verknüpfungsänderungen bei einzelnen Teilen mit abhängigem oder mit unabhängigem Titel müssen im Vorfeld mit den besitzenden Bibliotheken abgesprochen werden. Dies erfolgt über die Mailing-Liste "Red-Austausch" (red-austausch@listen.hbz-nrw.de) nach den Vorgaben im Allgemeinen Redaktionskonzept.
Dabei gilt, dass nach einer Frist von 14 Tagen die Aufnahme gemäß dem Antrag korrigiert werden kann, wenn die betreffende/n Bibliothek/en bis dahin nicht reagiert haben.
Nicht durchgeführt werden sollen jedoch:

  • Löschungen von über die Standardelemente hinausgehenden Elemente (ausgenommen sachlich falsche Angaben, das heißt solche, die überhaupt nicht zu der betreffenden Aufnahme gehören)
  • Umwandlung von Teilen mit unabhängigem Titel in Teile mit abhängigem Titel (es sei denn, es handelt sich um eine Ressource, die als einzelne Einheit aufgenommen wurde, sich aber später als Teil einer mehrteiligen Monografie herausstellte)
  • Löschungen von ISBN, es sei denn, sie gehören nachweislich zu einer anderen Aufnahme oder zu einem über-/untergeordneten Titel
  • Löschungen von Sacherschließungsdaten "Notationen, Schlagwörter, Stichwörter, Subject Headings, inhaltliche Zusammenfassung".

2.4. Titelsatzlöschungen

Titelsätze, die manuell bearbeitet werden und zu denen kein Bestand mehr existiert, werden in der Alma NZ gelöscht.

Manche Aufnahmen müssen als bibliographischer Nachweis erhalten bleiben.

Ausführlichere Informationen zu Titellöschungen und die Liste der Selektionskennzeichen, die in den zu erhaltenden Titelsätzen vorhanden sind: Information zur technischen Verhinderung von Titellöschungen in der Alma-Netzwerkzone

3. Benachrichtigungen

Bei der Korrektur eines Titelsatzes sind in bestimmten Fällen vorab die anderen besitzenden Bibliotheken zu benachrichtigen.

  • Änderungen des Titels einer Manifestation
  • Änderungen des Ausgabevermerks
  • Änderung des Verlagsnamens
  • Änderungen des Erscheinungsdatums
  • Änderung des Erscheinungsortes
  • Verknüpfungsänderungen bei über- und untergeordneten Titelsätzen
  • Sortierrelevante Änderungen zur Bandzählung (Dabei beachten: Vorgefundene Fingierungsschemata sollen nach Möglichkeit beibehalten werden, es sei denn, sie wären unpraktikabel oder erweiterungsbedürftig.)
  • falls Folgekorrekturen nötig sind (z.B. wenn eine einzelne Einheit zum Teil einer mehrteiligen Monografie umgearbeitet werden soll oder bereits umgearbeitet wurde, siehe Geschäftsgangsregelung Elektronische Ressourcen, Punkt 4.1

4. Behandlung von dubletten Titelaufnahmen

Die nachfolgenden Vereinbarungen gelten unabhängig davon, nach welchem Regelwerk die dubletten Titelaufnahmen erstellt wurden.

Generell sind dublette Titelaufnahmen in folgenden Fällen zu tolerieren:

  • ZDB-Titelaufnahmen (ZDB-Reihen und Verbundreihen dürfen nicht zusammengeführt werden!
    s.a. Geschäftsgangsregelung Fortlaufende Ressourcen
  • E-Book-Titelaufnahmen
    s.a. Geschäftsgangsregelung Elektronische Ressourcen
  • Alte Drucke (Erscheinungsjahr vor 1850)
  • Automatisch erstellte Digitalisate (ID mit Präfix CT) die bibliographische Identität kann auf der bibliographischen Ebene nicht unbedingt erkannt werden; Aufnahme muss aus systemtechnischen Gründen erhalten bleiben.

In allen anderen Fällen können dublette Titelaufnahmen über die Mailingliste "Red-Austausch" mit den betroffenen Bibliotheken entsprechend dem Redaktionskonzept kommuniziert werden.
Um den Arbeitsaufwand zu minimieren sind folgende Kriterien zu berücksichtigen:

  • Anzahl der verknüpften untergeordneten Titelsätze
  • Anzahl der besitzenden Bibliotheken

Dublette Reihen und Teile mit unabhängigem Titel aufgrund von Dateneinspielungen neuer Verbundteilnehmer

Aufgrund früherer Offline-Dateneinspielungen (ID-Präfix TT) kann es häufiger vorkommen, dass man auf dublette Reihen stößt.

Werden bei der Neuaufnahme eines Teils mit unabhängigem Titel (TUT) dublette Reihen vorgefunden, mit denen jeweils zahlreiche TUT verknüpft sind, so müssen aus Gründen des Arbeitsaufwands die dubletten Überordnungen toleriert und der TUT unter der Reihe verzeichnet werden, unter welcher bereits TUT des eigenen Bestandes verzeichnet sind.
Damit Bestände einer Bibliothek nicht unter verschiedenen Überordnungen verzeichnet werden, kann es dabei vorkommen, dass bewusst dublette TUT angelegt werden müssen.
Daher können unter einer Überordnung mit ID-Präfix TT auch TUT mit ID-Präfix HT verknüpft sein.

Nur in den Fällen, bei denen noch nicht so viele TUT unter einer der beiden Reihen verzeichnet sind, wird empfohlen, diese komplett zu der Reihe mit den meisten TUT umzuverknüpfen. Das ist jeweils eine Frage des Arbeitsaufwands.  

5. MARC 035 Regionale Identifikationsnummer bzw. Einheitlicher Identifier für die Kooperative Neukatalogisierung - Kataloganreicherung

Im Rahmen des überregionalen Projekts Kooperative Neukatalogisierung (PKN) soll die Anreicherung der Titeldaten in der Alma NZ mit gelieferten Objekten und mit Feldern aus gelieferten Metadatensätzen anderer Verbünde und der DNB umgesetzt werden.

Bei einer Übernahme aus den Fremddaten muss das Feld mit der fremden Identifikations-Nummer erhalten bleiben. Das Präfix (DE-599) wird bei der Übernahme automatisch gebildet.

Durch die Zuordnung einer eindeutigen Identifikationsnummer zu einem Datensatz entsteht ein überregional gültiges Kennzeichen, welches für verschiedene Anwendungen nachgenutzt werden kann. Eine Möglichkeit besteht darin, nachträglich Anreicherungen (z.B. Inhaltsverzeichnisse, Sacherschließung) aus allen anderen Verbünden automatisiert zu übernehmen.

Ist ein Titel nicht in der Alma NZ vorhanden, sollte daher nach Möglichkeit eine Fremddatenübernahme erfolgen.
Ausnahme:
Titelaufnahmen zu

  • Teilen mit abhängigem Titel und
  • unselbständigen Werken

müssen nicht aus Fremddaten übernommen werden.

5.1. Struktur der Identifikationsnummer in MARC 035

MARC 035 besteht aus einem dreistelligen Buchstabenkürzel, gefolgt von einer alphanummerischen Zeichenfolge. An dem einleitenden Buchstabencode ist die Institution zu erkennen:
BSZ - Südwestdeutscher Bibliotheksverbund bzw. das Bibliotheksservice-Zentrum 
BVB - B3Kat - Bayerischer Bibliotheksverbund und Kooperativer Bibliotheksverbund Berlin-Brandenburg 
DNB - Deutsche Nationalbibliothek 
GBV - Gemeinsamer Bibliotheksverbund 
HBZ - Hochschulbibliothekszentrum Nordrhein-Westfalen 
HEB - Hessisches Bibliotheksinformationssystem 
KBV - Kooperativer Bibliotheksverbund Berlin-Brandenburg 
KEP - K10plus E-Book Pool

KXP - K10plus - Südwestdeutscher Bibliotheksverbund und Gemeinsamer Bibliotheksverbund

OBV - Österreichischer Bibliothekenverbund 
SLS - Swiss Library Service Platform
ZDB - Zeitschriftendatenbank 

5.2. Verankerung MARC 035 im Datensatz

5.2.1. Eigenerfassung

Beim ersten Abspeichern eines Datensatzes in der Alma NZ wird eine MMS-ID in MARC 001 erzeugt  und automatisch MARC 035 mit einer HBZ-ID und dem zugehörigen Präfix (DE-605).

Beispiel:

001 990370271000206441
035 __ |a (DE-605)HT020833819

5.2.2. Fremddaten-Übernahmen

Bei der Übernahme in die Alma NZ dürfen die Identifikationsnummern anderer Verbünde nicht entfernt oder geändert werden!

5.2.3. Verbund-/ Fremddatensatz als Schreibhilfe

Wird ein Verbund-/ Fremddatensatz lediglich als Schreibhilfe (zum Beispiel für einen weiteren Band oder eine neue Auflage) verwendet, empfiehlt sich grundsätzlich die entsprechenden Normalisierungsroutinen zu nutzen, die MARC 035 automatisch löschen.
Bei der manuellen Bearbeitung ist unbedingt darauf zu achten, das Feld/die Felder zu löschen.

5.3. Kataloganreicherung

Das Verfahren der Datenanreicherung in der Alma NZ durch Titeldaten anderer Verbundsysteme über den eindeutigen Identifikator in MARC 035 wird für Kataloganreicherungsdaten (zum Beispiel Inhaltsverzeichnisse, Abstracts ...)  genutzt.
Zu diesen Anreicherungen werden in den Titeldaten die entsprechenden Links automatisch in MARC 856 42 eingefügt und mit Begriffen in $$3 gekennzeichnet (CV-Liste).


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