- Erstellt von Pia Rudnik, zuletzt aktualisiert von Carmen Sonntag am 11.09.2025 Lesedauer: 3 Minute(n)
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Wiki-Seiten zu Metadaten im LZV-Kontext
Was sind Metadaten?
Unter Metadaten versteht man ganz allgemein Daten über Daten. Sie beschreiben in strukturierter Form Eigenschaften anderer Daten und dienen somit der Auffindbarkeit und Nutzbarkeit der Daten. Zu diesem Zweck stehen im bibliothekarischen Kontext verschiedene Formate wie bspw. MARC 21, Dublin Core (DC) oder MODS zur Verfügung.
Metadaten im Kontext der Langzeitverfügbarkeit
Um digitale Objekte auch langfristig auffinden und in einen Kontext einordnen zu können, spielen Metadaten in der Langzeitverfügbarkeit eine entscheidende Rolle. Insbesondere im Kontext der Semantic Preservation sind Metadaten unerlässlich. Nur wenn ausreichend Metadaten zur Verfügung stehen und in das LZV-System eingeliefert werden, ist sichergestellt, dass die Nutzdaten auch zukünftig inhaltlich verständlich und nutzbar sind.
Für die Einlieferung in ein LZV-System müssen die Metadaten i. d. R. in bestimmten Formaten vorliegen. Nicht immer geben Quellsysteme die Metadaten in der benötigten oder gewünschten Art und Weise (bspw. Format oder Vollständigkeit der Metadaten) über geeignete Schnittstellen aus. Daher kann es sein, dass vor der eigentlichen Einlieferung der Daten ein sog. Metadatenmapping durchgeführt werden muss.
Metadaten in Rosetta
Die Einlieferung der Metadaten in das LZV-System Rosetta kann in verschiedenen Formate wie z. B. METS oder DC erfolgen. Unter Einlieferung sind die möglichen Verfahren beschrieben, durch die in das Rosetta-System eingeliefert werden kann, das durch das hbz betrieben wird.
Intern werden die Metadaten von Rosetta im METS-Standard verarbeitet. Die deskriptiven Metadaten werden in Dublin Core (DC) abgebildet und in das METS eingebettet. Administrative Metadaten werden im vom Ex Libris entwickelten DNX-Metadatenschema abgebildet und sind ebenfalls in das METS eingebettet.
Richtlinien zu Metadaten
Folgende Richtlinien sollten beachtet werden:
- Pflichtangaben, die für die Einlieferung in Rosetta am hbz benötigt werden:
- Identifier
- Es wird mindestens ein eineindeutiger Identifikator zur Wiederauffindbarkeit der digitalen Ressource bzw. des Objekts benötigt, z. B.
- URN (Uniform Resource Name)
- DOI (Digital Object Identifier)
- ISBN (International Standard Book Number)
- interner Identifier aus dem Daten-Quellsystem
- Es können mehrere Identifier mitgegeben werden.
- Es wird mindestens ein eineindeutiger Identifikator zur Wiederauffindbarkeit der digitalen Ressource bzw. des Objekts benötigt, z. B.
- Rechtehinweis
- Der Rechtehinweis ist nötig, um Zugriffsrechte und Verantwortlichkeiten für eine Ressource zu klären.
- wenn Veränderungen an den Daten vorgenommen werden sollen, wie Dateiformatmigrationen
- wenn Daten exportiert werden sollen
- zur Klarheit über langfristige Materialverantwortlichkeit
- zur Klarheit über Nachnutzungsmöglichkeiten
- erfolgt bspw. durch die Angabe einer Lizenz oder eines URI (Uniform Resource Identifier) auf einen passenden Rechtevermerk, bspw. von www.rightsstatements.org
- Der Rechtehinweis ist nötig, um Zugriffsrechte und Verantwortlichkeiten für eine Ressource zu klären.
Objekte, die nicht über diese beiden Pflichtangaben verfügen, können nicht in Rosetta eingeliefert werden!
- Identifier
- Deskriptive Metadaten
- Deskriptive Metadaten beschreiben das jeweilige Objekt.
- Je umfangreicher ein Objekt beschrieben ist, umso besser kann es im LZV-System recherchiert, interpretiert und dadurch nachgenutzt werden.
- Dabei ist die zukünftige Verwendung der Daten mitzudenken, die auch über die heute intendierte hinausgehen kann.
- Um deskriptive Metadaten in Rosetta feldbasiert durchsuchen zu können, müssen diese nach DC gemappt werden.
- Quellmetadaten
- Quellmetadaten sollten immer mit nach Rosetta übernommen werden.
- Quellmetadaten werden in Rosetta in ihrem ursprünglichen Format analog zum Quellsystem dargestellt.
- Sie ermöglichen eine Kontextualisierung der Daten.
- Quellmetadaten können auch zusätzliche Informationen enthalten, die nicht durch ein Mapping auf das Rosetta-Metadatenschema abzubilden sind.
Quellmetadaten sind in Rosetta ausschließlich über die Volltextsuche als Ganzes recherchierbar.
Gut zu wissen
Gemeinsam mit anderen LZV-Initiativen haben wir Empfehlungen zu Dateiformaten und Metadaten im Kontext LZV erarbeitet. Dieser im Rahmen der Arbeitsgemeinschaft KoopLZV entstandene Leitfaden ist veröffentlicht unter: https://zenodo.org/records/15464101